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ATIs Geschichte von Mach bis Radeon

Nunmehr 23 Jahre zu erzählen


Die Gründungsjahre

ATIs Geschichte von Mach bis RadeonDabei war die Ausrichtung der Firma auf Grafikkarten keineswegs freiwillig: Es war der einfachste und kostengünstigste Einstieg in den IT-Sektor. Angefangen hat ATI als sechsköpfiger Betrieb, jedoch verlief der Start nicht wie erhofft: Binnen vier Monaten nach Firmengründung waren die 300.000 US-Dollar aufgebraucht und die junge Firma stand vor dem Aus. Rettung wurde dem Konzern durch die asiatische "Overseas Union Bank of Singapour" in Form eines Kredits in Höhe von ebenfalls 300.000 US-Dollar zu Teil, der später auf 1.5 Million US-Dollar aufgestockt wurde. Noch im Gründungsjahr folgt die Umbenennung in "Array Technologies Inc.", später in "ATI Technologies Inc.".

ATIs ersten Produkte waren sogenannte ASICs (Anwendungsspezifische Integrierte Schaltung), bis es Ho noch im Gründungsjahr 1985 gelang mit Commodore einen Vertrag über die Lieferung von 7.000 Grafikchips pro Woche zu schließen, der dem Unternehmen im ersten Jahr bereits einen Umsatz von 10 Millionen US-Dollar bescherte.

Von 1987 an produzierte ATI Technologies die ersten EGA- und VGA-Grafikkarten für den damals vorherrschenden ISA-Slot. Die technischen Daten lesen sich aus heutiger Sicht natürlich anders, als dies vor 21 Jahren der Fall war. So verfügen die EGA-Wonder und VGA-Wonder über 256KB Speicher, unterstützen bis zu 16 bzw. 256 Farben und sind IBM-kompatibel. Die maximale Auflösung der Modelle beträgt immerhin schon 800x600 Bildpunkte.

Vier Jahre später sollte die zweite große Modelloffensive in Form der Mach-Prozessoren folgen. Die Mach-Modelle ermöglichen eine 2D-Berechnung ohne Beanspruchung der CPU. 1991 stellt ATI die Mach 8 vor, einen 2D-Beschleuniger als Co-Prozessor, ähnlich der 3dfx Voodoo als reiner 3D-Beschleuniger ohne 2D-Part. Die Mach 8 verfügt über einen 1MB großen DRAM-Speicher, einen 16bit ISA-Slot und unterstützt Auflösung bis 1024x768.
Ein Jahr später schicken die Kanadier die Mach 32 ins Rennen, die als reiner Grafikprozessor fungiert. Mit bis zu 2MB großem DRAM oder auch wahlweise VRAM ermöglicht die Mach 32 schon Auflösung bis 1280x1024, benötigt jedoch auch einen 32bit ISA-Slot. Darüber hinaus ist der zweite 2D-Beschleuniger aus der Grafikschmiede selbstverständlich wesentlich leistungsfähiger.

Der nächste bedeutende Schritt für das Unternehmen war der Börsengang an die NASDAQ und an die Toronto Stock Exchange im Jahr 1993 unter der Bezeichnung ATYT bzw. ATY.

Mit der Mach 64 debütierte 1994 der erste 64bit Grafikprozessor, der über die ersten Funktionen der Farbkonvertierung von YUV zu RGB sowie Hardware Zoom verfügt, somit die ersten Sprünge in Richtung hardwarebeschleunigte Videowiedergabe macht. Mit 2MB Speicher und einem PCI-Interface kann die Mach64 auch noch in heutigen Rechnern problemlos eingesetzt werden.