ASUS Radeon HD 4770
40nm - ein kluger Schachzug?Übertaktung
Das Übertakten von Grafikkarten wird immer mehr zur Mode und auch wir wollen bei der Radeon HD 4770 testen, in wie weit die Grafikkarte noch Reserven hat und vor allem wie sich der 40nm Chip verhält, ist er doch für das gute Abschneiden des Mittelklasse-Modells essentiell. Da die Radeon HD 4770 noch nicht von jedem Übertaktungsprogramm unterstützt wird, müssen wir erst ein paar Änderungen vornehmen: Dafür installieren wir die aktuellste Version des RivaTuners (2.24) und ersetzen die .cfg-Datei durch eine abgeänderte Version unserer Kollegen von PC Games Hardware mit der nun die Karte erkannt wird.
Unsere Übertaktungsversuche beginnen wir auch umgehend mit dem RivaTuner, da das im Catalyst Control Center integrierte Overdrive nur maximale Taktraten von 830 MHz für die GPU und 850 MHz für den GDDR5-Speicher möglich sind. Dies erscheint uns aber recht wenig und hoffen, dass die Karte doch einiges mehr schafft.
Unsere Hoffnungen sollten natürlich nicht unerfüllt bleiben und so gelang es uns, stabile 880 MHz Chiptakt zu erreichen, eine Steigerung von immerhin 17% (130 MHz). Den Takt des GDDR5-Speichers konnten wir von 800 MHz auf die genaue Spezifikation von 1000 MHz anheben, was eine Steigerung von 25% bedeutet. Mit diesen Settings laufen alle Benchmarks noch einmal der Auflösung 1680 x 1050 sowie achtfachem Anti-Aliasing und 16x anisotropischer Filterung.
Die Übertaktung tut der Karte richtig gut und schaltet zusätzliche Leistungsreserven frei. Bei einem Blick auf die Radeon HD 4850 wird klar, warum AMD den Herstellern vorerst den Vertrieb von OC-Versionen der HD 4770 untersagt hat, würde man sich hier nur Konkurrenz im eigenen Hause schaffen. In den Benchmarks liegt sie zum Teil sogar vor einer HD 4870, dies dürfte jedoch den unterschiedlichen Treiberversionen geschuldet sein. Durch die Taktanhebung stieg die Chiptemperatur um 2°C, der Verbrauch um 5 Watt an.
