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ATI Radeon HD 5770 CrossFire

Doppelter Angriff auf die Spitze


Technische Daten

ATI Radeon HD 5770 CrossFireIn der 43. Kalenderwoche des nun fast abschließenden Jahres 2009 erblickte ATIs neuste Mainstream-Grafikgeneration das Licht der Welt und diese brachte DirectX11 und ausreichende Leistung für genügsamer Spieler und Unterhaltungsfans im leicht-erschwinglichen Preissektor. Die Rede ist von der HD 5700-Grafikserie, die zwischen der Radeon HD 5770 und der langsameren HD 5750 unterschieden wird. Beide Karten werden mit dem identischen RV840-Kern betrieben, der im 40-nm-Verfahren von TSMC gefertigt wird. Der RV840-Kern, der in der Fachpresse des Öfteren auch als "Juniper" tituliert wird, verwendet die TeraScale 2 Architektur, die eine Weiterentwicklung zum angestaubten R600-Chip darstellt.
TeraScale 2 ist formgebend für das neue Shader-Model 5.0, welches Grundvoraussetzung für Microsofts neuste DX11-API ist. Der Kern der HD 5770 bietet mit den 1,04 Milliarden Transistoren auf einem 166 mm² großen DIE, verglichen mit der deutlich schnelleren HD 5870, etwa ein halb so schweres Kampfgewicht. Dies resultiert in die bekannten zehn Shadercluster, die genau in 800 Streamprozessoren münden. Ebenfalls halb so groß fallen die Anzahl der 16 ROPs und 40 TMUs zur HD 5870 aus. Allerdings gelten diese Werte nur für die HD 5770, denn das leicht eingeschränkte HD 5750-Modell wurde geringfügig beschnitten. Im kommenden Artikel der Radeon HD 5750 gehen wir genauer auf diese Unterschiede ein.

Bewährt und unverändert blieben die Taktraten von Grafikspeicher und Rechenchip der HD 5770 zur HD 5870. Hier wie dort arbeitet der Chip mit 850 MHz während der 1GB große GDDR5-Speicher mit 2.400 MHz seinen Dienst verrichtet. Allerdings sehen wir eine Halbierung beim Speicherinterface, welches anstelle der 256-Bit nur noch 128-Bit breit ist. Verständlicherweise fallen dadurch die maximale Speicherbandbreite auf 76.8 GB/s sowie die theoretische Rechenleistung auf 1360 GFLOP/s. Die teurere und schnellere HD 5870 erklimmt hier durchweg doppelt so hohe Werte. In unserer CrossFireX-Konstellation aus zwei HD 5770-Pixelbeschleunigern könnte rein rechnerisch die Rohleistung eine HD 5800-Karte in die Schranken weisen. Weitere Technische Details und Beschreibungen zur Radeon HD 5770 können unserem Test der Sapphire Radeon HD 5770 entnommen werden.


Impressionen
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NameRadeon HD 5770Radeon HD 5850Radeon HD 5870
ChipsatzRV840 (Juniper XT)RV870 (Cypress Pro)RV870 (Cypress XT)
Transistoren1040 Mio.2154 Mio.2154 Mio.
Fertigung40 nm40 nm40 nm
Die-Größe166 mm²334 mm²334 mm²
Chiptakt850 MHz725 MHz850 MHz
Shadertakt850 MHz725 MHz850 MHz
Pixel-Pipelines---
Shadereinheiten160 (5D)288 (5D)320 (5D)
Vertex-Shader---
Unified-Shader80014401600
TMUs407280
TAUs407280
ROPs163232
Pixel-Shader Vers.5.05.05.0
Vertex-Shader Vers.5.05.05.0
DirectX Vers.111111
OpenGL Vers.4.14.14.1
SpeichertypGDDR5GDDR5GDDR5
Speichermenge1024 MB1024 MB1024 / 2048 MB
Speichertakt2400 MHz2000 MHz2400 MHz
Speicherinterface128 Bit256 Bit256 Bit
GFlop/s1360 GFLOP/s2088 GFLOP/s2720 GFLOP/s
Pixelfüllrate13600 MPix/s23200 MPix/s27200 MPix/s
Texelfüllrate34000 MTex/s52200 MTex/s68000 MTex/s
Bandbreite76.8 GB/s128.0 GB/s153.6 GB/s
Multi-GPUCrossFireXCrossFireXCrossFireX
InterfacePCI-E 2.1 x16PCI-E 2.1 x16PCI-E 2.1 x16
Stromanschluss1x 6-Pin PCI-E2x 6-Pin PCI-E2x 6-Pin PCI-E
Vorstellung4. Quartal 20093. Quartal 20093. Quartal 2009

Die von uns getesteten HD 5770-Probanden stießen von Sapphire und PowerColor mit bekannter Referenzoptik in unser Testlabor. Wenn man von den Aufklebern der Hersteller absieht, ähneln die Karten sehr stark dem Topmodel der HD 5800-Serie. Dies liegt vor allem an dem voluminösen Dual-Slot-Kühler samt Radiator, der sich optisch am Aussehen des HD 5800-Kühlers orientiert. Dies ist allerdings nur mehr Schein als Sein, denn unter der Plastikabdeckung sind komplett unterschiedliche Kühlkörper am Werk, der bei HD 5770 über einen recht simplen Aufbau verfügt. Auch wenn die Karten äußerlich schritthalten können, so bleibt die Spitze des Mainstreams deutlich kleiner und platzsparender. Außerdem gibt sich jede unserer Karten mit einem Sechs-Pin-Stromstecker zufrieden, der am Ende der Karte installiert wird. Die PCI-Express 2.1 Grafikkarten bieten darüber hinaus an jedem Slotblech zwei DVI-Ausgänge, eine HDMI-Buchse sowie einen DisplayPort.