HIS Radeon HD 4850 iCooler IV
Arktische Kälte gegen kanadischen HitzkopfMesswerte
Die Lautstärke der Probanden messen wir mit dem Multitester DT-21 von Voltcraft. Das Messgerät befindet sich im Abstand von etwa 30cm zur Grafikkarte. Ein größerer Abstand wäre zwar realistischer, da die wenigsten den Kopf direkt neben dem Gehäuse haben, war für uns jedoch nicht sinnvoll, da unser Messgerät erst ab 30db einen Wert anzeigt und die Umgebungsgeräusche teilweise darüber liegen. Somit können die Werte einen guten Anhaltspunkt über die Lautstärke zwischen den von uns getesteten Modellen liefern, jedoch keinen Vergleich mit anderen Messungen.
Für die Messung des Stromverbrauches nehmen wir den Energy Monitor 3000 von Voltcraft, der relativ exakte Werte liefert. Dabei wird das gesamte System (s. vorherige Seite) ohne Monitor gemessen. Der eigentliche Verbrauch der Grafikkarten liegt folglich auf einem deutlich niedrigeren Level.
Zum Auslesen der Chiptemperatur nehmen wir GPU-Z. Die Temperatur wird jeweils einmal im Idle und einmal unter Last mittels FurMark 1.7.0 gemessen, die Raumtemperatur beträgt dabei konstant 22 °C.
Bei der Stromverbrauchsmessung des Idle-Zustands ist die CnQ-Funktion der CPU deaktiviert, um so den genauen Verbrauch der Grafikkarte zu bestimmen. Um Verbrauch der Karte unter Last messen zu können nutzen wir erneut FurMark, da dieser die Karte voll auslastet.
Wie in unserem Test ersichtlich wird, zahlt sich die Eigenkreation von HIS und AC im Idle-Modus bereits aus. Hier verzeichnen wir ohne Last knappe 38 °C was den niedrigsten von uns gemessenen Wert markiert - allerdings zum Preis einer vergleichsweise mittelmäßigen Lautstärke, die der nicht genutzten Lüftersteuerung geschuldet ist. Ohne Last werden natürlich auch die Taktraten des RV770 auf 500 MHz abgesenkt, was der Abwärme wiederum zu Gute kommt, begnügt sich das Gesamtsystem mit HIS Radeon 4850 iCooler IV im Stromsparmodus mit nur 181 Watt.
Anders sieht es aber unter Volllast aus, steigt der Verbrauch auf satte 254 Watt an und zieht die Temperatur dementsprechend auch gleich auf ca. 70 °C mit nach oben. Damit bewegt sich die iCooler IV-Lösung durchaus noch im Rahmen, der Abstand zur Sapphire Radeon HD 4850 ist allerdings auf ein Minimum geschmolzen.
Bleibt es noch die Lautstärke genau zu überprüfen. Hierbei macht das gesamte Konzept, in der Theorie zu mindestens, erst einmal einen guten Eindruck. In der Praxis folgt jedoch schnell die Ernüchterung, die auf der Karte vorgesehene Option der Lüftersteuerung wird schlicht nicht genutzt. So läuft der Lüfter stets mit 12 Volt auf maximaler Drehzahl, Veränderungen in der softwareseitigen Lüftersteuerung des Catalyst Control Centers bleiben ohne Erfolg. Das Resultat sind gemessene 49 db. Im Idle kein Ruhmesblatt und in etwa auf Niveau der Radeon HD 4890, unter Last dagegen immer noch die leiseste Kühllösung, die wir im Test hatten.
