HIS Radeon HD 5750 IceQ+
DirectX11 blau und kaltgestelltMesswerte
Die Lautstärke der Probanden messen wir mit dem Multitester DT-21 von Voltcraft. Das Messgerät befindet sich im Abstand von etwa 30cm zur Grafikkarte. Ein größerer Abstand wäre zwar realistischer, da die wenigsten den Kopf direkt neben dem Gehäuse haben, war für uns jedoch nicht sinnvoll, da unser Messgerät erst ab 30db einen Wert anzeigt und die Umgebungsgeräusche teilweise darüber liegen. Somit können die Werte einen guten Anhaltspunkt über die Lautstärke zwischen den von uns getesteten Modellen liefern, jedoch keinen Vergleich mit anderen Messungen.
Für die Messung des Stromverbrauches nehmen wir den Energy Monitor 3000 von Voltcraft, der relativ exakte Werte liefert. Dabei wird das gesamte System (s. vorherige Seite) ohne Monitor gemessen. Der eigentliche Verbrauch der Grafikkarten liegt folglich auf einem deutlich niedrigeren Level.
Zum Auslesen der Chiptemperatur nehmen wir GPU-Z. Die Temperatur wird jeweils einmal im Idle und einmal unter Last mittels FurMark 1.7.0 gemessen, die Raumtemperatur beträgt dabei konstant 22 °C.
Bei der Stromverbrauchsmessung des Idle-Zustands ist die CnQ-Funktion der CPU deaktiviert, um so den genauen Verbrauch der Grafikkarte zu bestimmen. Um Verbrauch der Karte unter Last messen zu können nutzen wir erneut FurMark, da dieser die Karte voll auslastet.
Eins lässt sich definitiv festhalten: Die HIS Radeon HD 5750 IceQ+ ist leise. Sehr leise sogar. Im Idle messen wir 44db womit sie auf einem Niveau mit den anderen leisen Grafikkarten liegt. Unter Last dagegen steigt die Lautstärke nur auf 48db und bleibt damit aus dem geschlossenen Gehäuse fast unhörbar. Lediglich ein leises Brummen ist wahrnehmbar.
Da das Lüftersignal nicht ausgelesen werden kann, können wir nur die Umdrehungsgeschwindigkeiten in Prozent angeben, die bei 36% im Idle und 49% unter Last mit FurMark liegen.
Die leise Kühlung fordert jedoch auch ihren Tribut: Ist die Karte im Idle mit 41°C noch recht kühl (die Edel-Grafikkarten HD 5750 erreicht mit 7V hier aber nur 34°C), ist sie unter Last bis zu 86°C warm und spielt somit in Regionen der High-End-Modelle. Doch der Abstand zu den kritischen Temperaturen ist gegeben und auch der Lüfter hat noch genügend Reserven.
Doch die hohen Temperaturen haben nicht nur kosmetischen Charakter: Bedingt durch die hohen Temperaturen steigt die Leistungsaufnahme unsere Testsystems auf 272 Watt unter Last, die nahezu identische Edel-Grafikkarten HD 5750, ja gar die HD 5770 verbrauchen mit 241 bzw. 263 Watt messbar weniger. Unsere Vermutung über die Ursache der hohen Temperaturen bestätigt sich bei manueller Steuerung des Lüfters auf 100%. So erreicht die HIS Radeon HD 5750 IceQ+ nur noch 52°C unter Last, der Verbrauch sinkt auf 252Watt.
Die restlichen 11 Watt Differenz dürften durch das abgeänderte PCB begründet sein, sind die Taktraten und Spannungen, wie im Technik-Abschnitt bereits erwähnt, der Referenz entsprechend, während die Edel-Grafikkarten HD 5750 im Idle die Taktraten nur auf 400 MHz für Chip- und 1150 MHz Speicher gesenkt hat.
