HIS Radeon HD 5850 iCooler V Turbo
Fünfte Auflage des Ichkühlers trifft fünfte Auflage der HD-RadeonTechnische Daten
HIS verbaut auf der HD 5850 iCooler V Turbo den bekannten Cypress-Pro-Chip der im Gegensatz zur XT-Variante der HD 5870 leicht abgespeckt daher kommt, aber dennoch 2,15 Milliarden Transistoren aufweist. Verdeutlicht wird dies, durch die hardwareseitige Deaktivierung zweier SIMD-Blöcke an denen insgesamt 32 5D-Shader- und acht Textureinheiten angebunden sind. Durch diesen Wegfall bleiben der GPU lediglich 288 5D-Shadereinheiten, die wiederum von 72 Textureinheiten unterstützt werden. Bei der Anzahl der Raster-Operation-Units agiert die HD 5850 auf gleicher Höhe mit der HD 5870 und schnellt mit 32 Einheiten an den Start. Weiterhin gruppierten die Ingenieure von ATI die ROPs in vier gleichgroße Cluster, die jeweils mit einem 64-Bit breiten Speichercontroller zusammenarbeiten. Dadurch verfügt die Radeon HD 5850 über ein 256-Bit breites Speicherinterface, welches in der Regel mit 1.024 MB GDDR5-Speicher gespeist wird. Allerdings existieren auch Modelle mit 2.048 MB, die aber nur spärlich verfügbar sind. Neben der Speicherkapazität und der Shaderanzahl spielt die Taktfrequenz eine wichtige Rolle, die beim Chip maßgebend von der HD 5870 um 125 MHz auf 725 MHz gedrosselt wird. Gleiches gilt auch beim Grafikspeicher, der anstelle von 2.400 MHz sich nur noch mit 2.000 Mhz zufrieden gibt.
Durch eine maximalmögliche Beanspruchung aller 5D-Shadereinheiten, nutzt der Grafikprozessor 1.440 ALUs, die aber als Aushängeschild von AMD als Streamprozessoren bezeichnet werden. Das theoretische Leistungsprofil der HD 5850 stellt sich mit 2,09 Tera-FLOPs auf doppelter Höhe zu einer HD 4850, bleibt aber 732 Giga-FLOPs hinter der schnelleren HD 5870. Bei der sonst immer etwas kränkelnden Durchschnittsleistung der Textureinheiten von ATI muss man bei der HD 5850 eine Ausnahme machen, denn in dieser Disziplin spielt der Chip mit 52.200 MTex/s auf einer Wellenlänge mit dem ehemaligen Topmodel von Nvidia, der GTX 285.
Die wohl markantesten Features des Chips bieten durch die Shadermodel-5.0-Tauglichkeit in Form von DirectX 11 und OpenGL 3.2 die größte Bildverbesserung. Aber auch neue Antialiasingmodi wie Super-Sampling-Anti-Aliasing sind nicht von der Hand zu weisen. Außerdem muss an dieser Stelle der winkelunabhängige, anistropische Filter erwähnt werden, der mit echter trilinearen Filterung ausgesprochen gut arbeitet. Dennoch reicht er nicht an die ungeschlagene Filterqualität von Nvidia heran. Als weitere Steigerung des Spielerlebnisses preist AMD ATI Eyefinity, eine Multi-Monitoring-Fähigkeit an, die bei regulären Radeons die Arbeits- oder Spielfläche auf bis zu drei Monitore erweitert. Hierzu finden sich auch schon bei der Referenzvariante zwei DVI-, einen HDMI- und einen DisplayPort-Anschuss.
| Name | Radeon HD 5850 | Radeon HD 5850 | Radeon HD 5870 |
|---|---|---|---|
| Chipsatz | RV870 (Cypress Pro) | RV870 (Cypress Pro) | RV870 (Cypress XT) |
| Transistoren | 2154 Mio. | 2154 Mio. | 2154 Mio. |
| Fertigung | 40 nm | 40 nm | 40 nm |
| Die-Größe | 334 mm² | 334 mm² | 334 mm² |
| Chiptakt | 725 MHz | 725 MHz | 850 MHz |
| Shadertakt | 725 MHz | 725 MHz | 850 MHz |
| Pixel-Pipelines | - | - | - |
| Shadereinheiten | 288 (5D) | 288 (5D) | 320 (5D) |
| Vertex-Shader | - | - | - |
| Unified-Shader | 1440 | 1440 | 1600 |
| TMUs | 72 | 72 | 80 |
| TAUs | 72 | 72 | 80 |
| ROPs | 32 | 32 | 32 |
| Pixel-Shader Vers. | 5.0 | 5.0 | 5.0 |
| Vertex-Shader Vers. | 5.0 | 5.0 | 5.0 |
| DirectX Vers. | 11 | 11 | 11 |
| OpenGL Vers. | 4.1 | 4.1 | 4.1 |
| Speichertyp | GDDR5 | GDDR5 | GDDR5 |
| Speichermenge | 1024 MB | 1024 MB | 1024 / 2048 MB |
| Speichertakt | 2000 MHz | 2000 MHz | 2400 MHz |
| Speicherinterface | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit |
| GFlop/s | 2088 GFLOP/s | 2088 GFLOP/s | 2720 GFLOP/s |
| Pixelfüllrate | 23200 MPix/s | 23200 MPix/s | 27200 MPix/s |
| Texelfüllrate | 52200 MTex/s | 52200 MTex/s | 68000 MTex/s |
| Bandbreite | 128.0 GB/s | 128.0 GB/s | 153.6 GB/s |
| TDP | 151 Watt | 151 Watt | 188 Watt |
| Anschlüsse | 2x DVI, HDMI, DisplayPort | 2x DVI, HDMI, DisplayPort | 2x DVI, HDMI, DisplayPort |
| Multi-GPU | CrossFireX | CrossFireX | CrossFireX |
| Interface | PCI-E 2.1 x16 | PCI-E 2.1 x16 | PCI-E 2.1 x16 |
| Stromanschluss | 2x 6-Pin PCI-E | 2x 6-Pin PCI-E | 2x 6-Pin PCI-E |
| Vorstellung | 3. Quartal 2009 | 3. Quartal 2009 | 3. Quartal 2009 |
Wie bereits erwähnt statten die Add-In-Boardpartner von AMD die HD 5670 mit 512 oder der doppelten Menge an Speicher aus, wobei bei der Testkarte von Sapphire aus dem Vollen geschöpft und auf einen 1GB großen 2.000-MHz schnellen GDDR5-Speicher von Hynix zurückgegriffen wird; die RV830-GPU arbeitet mit 775 MHz.
Weiterhin verfügt die Radeon HD 5670 über die moderne DX11- und OpenGL 3.2-Tauglichkeit durch Shadermodel 5.0. Die übrigen Fertigkeiten wie Eyefinity, CrossFire und Stream gehören ebenfalls dazu, wie auch die durchdachten Energiesparmodi. Dank PowerPlay, die den Chip der Karte in Desktopumgebung auf 157 MHz taktet und mit 0,9 Volt versorgt, liegt laut AMD der maximale Verbrauch bei 61 Watt während im Idle 14 Watt benötigt werden. Unter Last wird die GPU mit 1,1 Volt betrieben.
Das PCB weist mit 17cm die identische Länge wie bei der Radeon HD 5570 auf, das Gewicht liegt mit 280 Gramm deutlich über jenen 170 Gramm der getestetn HIS Radeon HD 5570 Fan - eine Folge des größeren Kühlers.
