Sapphire Radeon HD 5770
Angriff in der MittelklasseÜbertaktung
Nun wollen wir uns anschauen, wie sich der Juniper Chip (RV840) auf der Radeon HD 5770 und der verbaute Hynix GDDR5 Speicher übertakten lassen. Zunächst beginnen wir im Catalyst Treiber und aktivieren im Catalyst Control Center (CCC) die Option "Overdrive", mit der man die Karte übertakten kann. Als maximalen Takt können 960 MHz bei der GPU und 1445 MHz beim Speicher eingestellt werden.
Zunächst übertakten wir den 1GB großen GDDR5-Speicher, welcher einen standardmäßigen Takt von 1200MHz hat. Durch Überprüfung mittels des Artefakt-Scans des ATITools konnten wir als maximale Taktrate 1350 MHz ermitteln, sodass der Einsatz eines anderen Übertaktungstools nicht notwendig wurde. Die GPU, die von Werk aus mit 850 MHz arbeitet, konnten wir auf stabile 920 MHz übertakten, alles was darüber hinaus lag, resultierte in Artefakten.
So lassen wir nun die Sapphire Radeon HD 5770 mit einem Takt von 920 / 1350 MHz erneut durch eine Auswahl unseres Benchmarkparcours laufen, um zu zeigen ob sich die Übertaktung auch in spürbar höheren Bildraten niederschlägt.
In Far Cry 2 kann sich die HD 5770 dank der Übertaktung vor die HD 4890 setzen, bei Stalker: Clear Sky ist sie nun gleichauf mit selbiger. In Resident Evil 5 und Call of Duty: World at War kann sich die Karte nun vor die HD 4870 schieben. Bei den restlichen drei Spielebenchmarks kann sie zwar Leistung dazu gewinnen, es reicht aber nicht für eine Platzverbesserung. Dennoch ist die Übertaktung der Radeon HD 5770 eine lohnenswerte Möglichkeit der Leistungssteigerung, messen wir bei einer prozentualen Übertaktung der GPU um 13% und des Speichers um 12,5% einen Leistungszuwachs durch alle Benchmarks von immerhin 8,5%.
Durch die Übertaktung stieg die Chiptemperatur beim Durchlauf von FurMark um 2°C an, der Stromverbrauch stieg unter Last um 10W. Erfreulich: Im Idle blieb der Stromverbrauch unverändert.
