Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X
Dampfkammer reloaded: Project HD 5870Messwerte
Die Lautstärke der Probanden messen wir mit dem Multitester DT-21 von Voltcraft. Das Messgerät befindet sich im Abstand von etwa 30cm zur Grafikkarte. Ein größerer Abstand wäre zwar realistischer, da die wenigsten den Kopf direkt neben dem Gehäuse haben, war für uns jedoch nicht sinnvoll, da unser Messgerät erst ab 30db einen Wert anzeigt und die Umgebungsgeräusche teilweise darüber liegen. Somit können die Werte einen guten Anhaltspunkt über die Lautstärke zwischen den von uns getesteten Modellen liefern, jedoch keinen Vergleich mit anderen Messungen.
Für die Messung des Stromverbrauches nehmen wir den Energy Monitor 3000 von Voltcraft, der relativ exakte Werte liefert. Dabei wird das gesamte System (s. vorherige Seite) ohne Monitor gemessen. Der eigentliche Verbrauch der Grafikkarten liegt folglich auf einem deutlich niedrigeren Level.
Zum Auslesen der Chiptemperatur nehmen wir GPU-Z. Dabei muss zwingend die neuste Version des Tools eingesetzt werden, da die Radeon HD 5870 erst ab der Version 0.3.6 richtig erkannt wird. Die Temperatur wird jeweils einmal im Idle und einmal unter Last mittels FurMark 1.7.0 gemessen, die Raumtemperatur beträgt dabei konstant 22 °C.
Bei der Stromverbrauchsmessung des Idle-Zustands ist die CnQ-Funktion der CPU deaktiviert, um so den genauen Verbrauch der Grafikkarte zu bestimmen. Um Verbrauch der Karte unter Last messen zu können nutzen wir erneut FurMark, da dieser die Karte voll auslastet.
Dieser Teil unserer Messungen dürfte mit Sicherheit der am heißesten erwartete unseres ganzen Reviews sein, kann sich die Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X abgesehen von den leichten Taktänderungen vor allem durch den neuen Kühler vom Standardmodell abheben.
Und so mag der ein oder andere auch ein wenig enttäuscht worden sein beim Blick auf die Lautstärkemessungen, ist die Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X sowohl unter Last als auch im Idle nur ein klein wenig leiser, als die Referenz. Doch relativiert sich dieser Eindruck, wenn man die Idle-Lautstärke betrachtet: Mit 41db erreichte das Modell das leiseste Ergebnis, das wir je gemessen haben. Der unter Last recht hohe Lautstärkewert ist ebenfalls nicht kritisch zu betrachten, ist die Karte unter Last durchaus hörbar, aber keineswegs störend und gefühlt sogar leiser als die gemessenen 61db. Dabei dreht der Lüfter auf 70% seiner möglichen Geschwindigkeit, was 2850 Umdrehungen pro Minute entspricht. Diese erreicht der Lüfter aber auch nur in FurMark: Bei einem Dauerlasttest mittels Crysis: Warhead erreichten wir maximal eine Drehzahl von 1840 U/min bei 44% Drehzahl. Dabei haben wir eine maximale Temperatur von 59 °C sowie 52 db als höchste Lautstärke gemessen.
Zur Verdeutlichung der Lautstärke haben wir zudem auf Youtube ein Video hochgeladen, dass die Lautstärke der Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X in den verschiedenen Anwendungssituationen demonstriert. Zum Video der Lautstärke der Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X.
Dennoch verschenkt Sapphire ein wenig Potential des Kühlers, erreicht die HD 5870 Vapor-X im FurMark für eine Karte dieser Leistungsklasse phantastische Temperaturwerte von 40 °C im Idle und 72 °C unter Last, anständige 6 °C beziehungsweise beachtliche 17 °C weniger als die schon sehr gute Referenz. Hier hätten wir uns eine noch etwas geringere Lautstärke gewünscht und hätten die darauf resultierenden etwas höheren Temperaturen gerne in Kauf genommen. Dennoch ist der Kühler mit 52 db und 59 °C im realitätsnahen Crysis: Warhead eine echte Wucht.
Erstaunlicherweise liegt die Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X auch bei den Stromverbrauchsmessungen leicht mit 5 respektive 13 Watt unter der zuvor getesteten Radeon HD 5870. Da beide aber über dasselbe PCB verfügen, verriet schließlich ein Blick ins Bios das Geheimnis: Während unter Idle die standardmäßigen 0,95V an der GPU anliegen, hat Sapphire trotz der Übertaktung des RV870 die Lastspannung auf 1,1250V gesenkt. Die Referenz wird mit 1.1625V, also 0,0375V mehr versorgt.
