Alpenföhn Peter "Wing Boost Edition 140mm"
Angriff auf Spitze?Technische Daten
Der Peter vereinigt bewährtes mit einigen Neuerungen im Bereich der Grafikkartenkühler. Die Aluminiumlamellen sind in zwei extra Segmente, zu je 35 und 49 Lamellen, die quer zum Kühler angeordnet sind, aufgeteilt. Der Abstand zwischen den Lamellen beträgt 1,8mm, was im Vergleich zu unseren anderen Testkandidaten recht viel ist. Dies verspricht ein besseres Ansprechverhalten bei langsam drehenden Lüftern. Einzig die aktuell nicht mitgetesteten Kühler Scythe Musashi und Xigamtek Bifrost bieten hier mehr.
Jedes Segment ist mit sechs vernickelten 6 mm Kupferheatpipes mit der Kontaktfläche verbunden. So besitzt der Peter insgesamt 12 Heatpipes, was bisher bei noch keinem anderen Kühler zu sehen war. Alpenföhn hat im Gegensatz zum Heidi bei diesem Exemplar auf die mittlerweile beliebte Direct-Contact Technologie (HDC) der Heatpipes verzichtet. Auf der ebenfalls aus vernickeltem Kupfer bestehenden Grundplatte - Alpenföhn nennt dies selber S.S.N.P. (Shiny Silver Nickel Plating) - sitzt noch ein kleiner Kühler mit 12 Kühllamellen. Der Kühler erreicht so Abmessungen von 253,8x100x44 mm bei einem Gewicht von 590 g - ohne Lüfter wohlgemerkt. Rechnet man jetzt noch das Haltesystem und die Lüfter selber hinzu, so kommt man auf eine Gesamthöhe von rund 9cm, was der Breite von 4 Slotblenden entspricht. Das Gewicht und somit die Belastung der Grafikkarte wird durch die Lüfter aufgrund deren neuartiger Befestigung nicht weiter erhöht.
Normalerweise wird der Peter komplett ohne Lüfter ausgeliefert. So kann der Anwender selbst entscheiden, welche und wie viele Lüfter er verbaut. Das beiliegende Haltesystem für die Lüfter kann abhängig von den Platzverhältnissen im Gehäuse bis zu vier 80, 92, 120 oder 140mm Lüfter aufnehmen. In unserem Fall stellt die getestete Kombination "Alpenföhn Peter Wing Boost Edition 140mm", bestehend aus zwei Alpenföhn 140mm Lüftern (Details auf der nächsten Seite) und dem Alpenföhn Peter, das maximal mögliche dar. Die Montage zwei weiterer vertikaler Lüfter scheitert am ausladenden CPU-Kühler. Bei der Wahl der Lüfter sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass diese so angebracht sind, dass sich alle Minikühler auf der Grafikkarte, insbesondere die auf den Spannungswandlern, im Luftstrom der Lüfter befinden.
Dank des auswechselbaren Haltesystems des Kühlers, ist eine sehr hohe Kompatibilität zu den meisten Grafikkarten gegeben. Auch mit den verschiedenen beiliegenden Speicherkühlern kann jedes zu kühlende Bauteil auf der Grafikkarte gekühlt werden.
| Name | Alpenföhn Peter | Gelid Icy Vision Rev. 2 | Scythe Setsugen 2 |
|---|---|---|---|
| Gewicht | 590g | 465g | 435g |
| Abmessungen | 253,8x100x44 mm | 216x95x52 mm | 176x139x33 mm |
| Lüfter | - | zwei 92mm | ein 120 mm |
| Lüfterdrehzahl | - | 2000 upm | 800 bis 2000 upm |
| Lüfterdurchsatz | - | 67.14 cfm | 19.40 - 45.47 cfm |
| Heatpipes | zwölf 6 mm | fünf 6 mm | vier 6 mm |
| Anzahl Kühlfinnen | 35 + 49 quer | 39 + 46 quer | 68 quer |
| Abstand Kühlfinnen | 1.8 mm | 1.6 mm | 1.3 mm |
| Material | vernickeltes Kupfer & Aluminium | Aluminium & Kupfer | Aluminium & Kupfer |
| Kontaktplatte | vernickeltes Kupfer | Kupfer | vernickeltes Kupfer |
| Kompatibilität | Alpenföhn | Gelid | Scythe |
| Review | - | Artikel | Artikel |
Montage
Zunächst müssen der originale Kühler der Grafikkarte demontiert und anschließend sowohl GPU als auch die Speicherchips gut gereinigt werden. Jetzt werden mittels der weißen Tube mit Wärmeleitfolie die Speicherchipkühler dünn bestrichen um diese anschließend sofort auf die Speicherchips zu setzen. Das gleiche Prozedere muss noch mit dem Spannungswandlerkühler und allen noch anderen zu kühlenden Bauteilen wiederholt werden. Sind alle Kühler aufgeklebt, folgt die Vorbereitung des Kühlers "Peter". Je nach Lochmaß der Grafikkarte ist es eventuell erforderlich die Befestigung am Kühler zu tauschen. Ist dieser Punkt erledigt, sucht man die zum Lochabstand der Grafikkarte passenden Befestigungslöcher und schraubt die Gewindebolzen ein. Hierbei sollte unbedingt drauf geachtet werden, dass die richtigen gewählt werden um einen sicheren Sitz zu gewährleisten und ein Verkanten bei der späteren Montage zu vermeiden. Soll zur besseren Verteilung des Anpressdrucks oder zur Erhöhung selbiges die Backplate benutzt werden, so müssen die längeren Bolzen verwendet werden.
Sind diese in die Halter eingeschraubt und mit dem beiliegenden Werkzeug angezogen, so folgt nun das gleichmäßige Auftragen von etwas Wärmeleitpaste auf die GPU - davon liegt dem Peter ebenfalls eine kleine Tube mit bei. Ist dies erledigt, kann der Kühler auf die Karte gesetzt und von hinten mit der Backplate verschraubt werden.
Nun ist der schwierige Teil der Montage überstanden und die Karte kann in den PC gesteckt und angeschlossen werden. Jetzt muss die Lüfterbefestigung an den Slotblenden montiert werden. Nach der Wahl des passenden Slotblendesplatzes muss die Halterung, wie in der Montageanleitung zu sehen ist, verschraubt werden. Noch die Lüfter an die Halteschiene anschrauben und dann diese samt Lüfter an der Haltevorrichtung fest anschrauben. Ist dies geschafft müssen lediglich die Lüfter am Mainboard oder direkt am Netzteil angeschlossen werden und der PC ist startbereit.
