Xigmatek Bifrost VD1065
Doppelte Eiszeit mit DirektkontaktFazit
Groß, Schwarz, Böse! Das sind zu mindestens die optischen Gesichtspunkte die einem Xigmatek mit dem Bifrost vermittelt. Diese Punkte entscheiden jedoch nicht allein über Erfolg oder Misserfolg, auch die inneren Werte müssen stimmen und hier kann man Xigmatek ebenfalls gratulieren, so weiß der Bifrost durchaus zugefallen. In unserem Test war der Bifrost dem iCooler IV - Kühler der HIS Radeon HD 4850 durchweg überlegen, mal mit etwas mehr und mal mit etwas weniger Abstand.
Eines muss aber auch erwähnt werden, so liefert der Originalkühler hier leider den einzigen Vergleichswert was mit der Umstellung unseres Testsystems in unmittelbarem Zusammenhang steht. Damit sind die Werte aller anderen bisher getesteten Kühler nicht mehr repräsentativ genug um sie in das Ergebnis einfließen zu lassen. Weitere Testreihen mit anderen Kühlern werden jedoch folgen um so wie gewohnt wieder einen breiteren Überblick zu gewährleisten.
In der Verarbeitung finden sich beim Bifrost keinerlei Mängel, selbst an die kleinen Dinge wie das Ummanteln der Kabel hat man hier gedacht. Das Zubehör fällt ebenfalls sehr umfangreich aus, nebst diversen Ram-Kühlern liegen eine detaillierte Montageanleitung und Wärmeleitpaste bei. Im Grunde alles was für einen vollständigen Kühlerwechsel von Nöten ist. Die Montage selbst geht relativ flott von der Hand, mit geübten Fingern eine Angelegenheit welche innerhalb weniger Minuten erledigt ist. Ein Kriterium welches vorbildlich ist, denn so wird auch ungeübten Usern der Wechsel erleichtert ohne Angst vor einem Defekt haben zu müssen.
Wo Sonne scheint gibt es in der Regel aber auch dunkle Wolken. Bemängeln müssen wir das Fehlen eines Spannungsadapters. Insofern kein eigener vorhanden, läuft der Bifrost damit stets auf 100 Prozent Laufleistung, eine Belastung für empfindliche Ohren. Glücklicherweise konnten wir unseren Test aber mit einem Adapter durchführen was einen weiteren unangenehmen Punkt zu Tage förderte. So stellten wir auf 5V und 7V ein leichtes Schleifen der beiden 100mm Lüfter fest, allerdings noch im Rahmen und kaum wahrzunehmen. Somit bleiben als einzige und wirkliche Kritikpunkte nur der fehlende Spannungsadapter sowie die etwas eingeschränkte Kompatibilität. Ein kurzer Test auf den neuen High-End Modellen von AMD, namentlich Radeon HD 5870 und Radeon HD 5850, ergab Probleme bei der Montage auf der HD 5850, da der Kühler mit dem DVI-Port kollidiert. Die etwas längere HD 5870 funktioniert dagegen einwandfrei.
Im Großen und Ganzen gelingt es Xigmatek mit dem Bifrost einen weiteren, soliden Alternativkühler ins Rennen zu schicken. Auch der angegebene Preis von rund 33 Euro ist für die gebotene Leistung und Qualität akzeptabel, im Vergleich mit dem Scythe Musashi oder Arctic Cooling Accelero TwinTurbo jedoch etwas hoch. Dennoch erhält der Bifrost damit von uns den Award Top Hardware und kann sich damit als würdiger Gegner gegenüber der Konkurrenz betrachten.

Xigmatek Bifrost VD1065
| Über den Kühler | |
|---|---|
| Modell | Xigmatek Bifrost VD1065 |
| Hersteller | Xigmatek |
| Preis | 33 Euro |
| Veröffentlichung | Oktober 2009 |
Unser besonderer Dank gilt Herrn Oliver Wanderscheck von Caseking.de für die Bereitstellung des Kühlers
Falls es noch Fragen, Probleme oder Anmerkungen bezüglich der Kühler oder des Artikels gibt, beantworten wir diese natürlich gerne in diesem Thema.
Veröffentlichung: Donnerstag, 8. Oktober 2009
Autoren: Frank Hempel & Sebastian Moroz
