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(CrossFire)-Vergleich: X8 vs. X16

Darf's auch die Hälfte sein?


Technische Daten

(CrossFire)-Vergleich: X8 vs. X16Für viele Anwender ist das Betreiben mehrerer Grafikkarten in einem Verbund längst kein unbekanntes Terrain mehr, zumal sich die Multi-GPU-Techniken von Nvidia und AMD seit deren Geburtsstunde stetig weiterentwickelt haben und auch in günstigen Preiszonen massentauglich wurden. Allerdings gilt es immer die Problemzonen zu betrachten und mögliche Komplikationen zu verhindern. Hierbei dient als erste und wichtigste Instanz für jedes CrossFireX- oder SLI-System ein entsprechendes Mainboard mit mindestens zwei PCI-Express-Slots, die über die benötigte Anbindung verfügen.

Die Anbindung der Grafikkarten erfolgt über die einzelnen Lanes, die vom Chipsatz oder von einem zusätzlichen Brückenchip wie Nvidias NF200- oder Lucids Hydra-Chip bereitgestellt werden. Letztere Chips greifen dem eigentlichen Mainboardchipsatz unter die Arme, falls der Multi-GPU-Betrieb bei zwei oder drei dedizierten Grafikkarten mehr Lanes benötigt, als der Chipsatz bereitstellen kann. So ergeht es auch dem Asus Maximus IV Extreme aus unserem Testsystem, welches für 3-Wege-SLI oder CrossFireX mit drei GeForces respektive Radeons konzipiert wurde. In diesem Fall kann der verbaute P67-Chipsatz insgesamt 16 Lanes für zwei Grafikkarten bereitstellen, wodurch jeweils acht Lanes verwendet werden. Bei einer zusätzlichen dritten Karte wäre die Anbindung in erster Linie nicht ausreichend und außerdem schlecht auf drei Slots aufteilbar. Daher greift Asus bei diesem Board auf den NF200-Brückenchip von Nvidia zurück, der bei Bedarf 32 Lanes anbietet. Jedoch empfiehlt es sich bei einem normalen Zwei-Wege-SLI oder CFX-System die jeweils acht Lanes des P67er-Chipsatzes zu verwenden, um so eine Verzögerung durch den NF200-Brückenchip zu vermeiden.

AMDs CrossFireX und Nvidias Scalable Link Interface (SLI) nutzen durch die einfache Implementierung überwiegend Alternate-Frame-Rendering (AFR) als Render-Modus, wodurch die Grafikkarten abwechselnd die Einzelbilder berechnen und somit die Last aufteilen. Auch wenn AFR bei der Integration in Spielen leicht realisiert werden kann und eine hohe Leistung verspricht, gibt es auch eine Schattenseite dieses Renderverfahrens - nämlich die Mikroruckler. Die Mikroruckler sind ein störendes Phänomen dieser Technik und zeigen sich nur in Situationen bei denen die Berechnung des zweiten Bildes eine erhebliche Verzögerung mitbringt. Dadurch kann bei niedrigen Frameverläufen ein störender Spielfluss entstehen.
Weitere Erklärungen zu CrossFire allgemein können auch dem Test Radeon HD 4870 CrossFire entnommen werden.


NameMSI Radeon HD 5770 HAWKRadeon HD 5770Radeon HD 5870
ChipsatzRV840 (Juniper XT)RV840 (Juniper XT)RV870 (Cypress XT)
Transistoren1040 Mio.1040 Mio.2154 Mio.
Fertigung40 nm40 nm40 nm
Die-Größe166 mm²166 mm²334 mm²
Chiptakt875 MHz850 MHz850 MHz
Shadertakt875 MHz850 MHz850 MHz
Pixel-Pipelines---
Shadereinheiten160 (5D)160 (5D)320 (5D)
Vertex-Shader---
Unified-Shader8008001600
TMUs404080
TAUs404080
ROPs161632
Pixel-Shader Vers.5.05.05.0
Vertex-Shader Vers.5.05.05.0
DirectX Vers.111111
OpenGL Vers.4.14.14.1
SpeichertypGDDR5GDDR5GDDR5
Speichermenge1024 MB1024 MB1024 / 2048 MB
Speichertakt2400 MHz2400 MHz2400 MHz
Speicherinterface128 Bit128 Bit256 Bit
GFlop/s1400 GFLOP/s1360 GFLOP/s2720 GFLOP/s
Pixelfüllrate14000 MPix/s13600 MPix/s27200 MPix/s
Texelfüllrate35000 MTex/s34000 MTex/s68000 MTex/s
Bandbreite76.8 GB/s76.8 GB/s153.6 GB/s
TDP108 Watt108 Watt188 Watt
Anschlüsse2x DVI, HDMI, DisplayPort2x DVI, HDMI, DisplayPort2x DVI, HDMI, DisplayPort
Multi-GPUCrossFireXCrossFireXCrossFireX
InterfacePCI-E 2.1 x16PCI-E 2.1 x16PCI-E 2.1 x16
Stromanschluss1x 6-Pin PCI-E1x 6-Pin PCI-E2x 6-Pin PCI-E
Vorstellung4. Quartal 20094. Quartal 20093. Quartal 2009