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Extrem-OC einer Radeon HD 3870

HD3870 - ein altes Eisen?


Übertaktung

Extrem-OC einer Radeon HD 3870Nach dem Debakel mit der Radeon HD 2900-Serie sollte die Radeon HD 3870 als neuer High-End-Chip AMDs Ruf retten und wurde, entgegen diverser Meinungen, weitestgehend zum Kassenschlager. Somit konnte sich AMD mit dem Erscheinen im 4. Quartal 2007 doch noch einige Marktanteile sichern, dies tröstete einigermaßen über das vorangegangen Desaster hinweg.
Kurz darauf folgten auch bald diverse OC-Modelle welche mit erhöhten Taktraten aufwarteten. Für unseren Test kommt allerdings ein Standardmodell mit GDDR4 aus dem Hause MSI zum Einsatz. Diese wird von uns mit einem Volt-Mod versehen, im Anschluss wollen wir dann schauen welcher Karte aus der aktuellen HD 4000er-Serie damit das ehemalige High-End-Modell am ehesten gefährlich werden kann. Zusätzlich bedarf es bei einer solchen Modifikation eine äußerst anspruchsvolle Kühlung, in unserem Fall haben wir uns für die Kühlung per Wasser entschieden.
Dafür wurde unsere Radeon HD 3870 mit einem Wasserkühler von EK versehen und in einen bereits bestehenden Kühlkreislauf integriert. Ein vorhandener Tripple-Radiator sollte, wie auch in unserem Test, für die zusätzliche Verlustleistung vollkommen ausreichend sein. Bevor wir nun zum eigentlichen Versuch übergehen, verweisen wir abermals auf den Verlust der Garantieansprüche bei solch einem Volt-Mod.
Bereits mit dem Entfernen des Kühlkörpers von der Grafikkarte werden diese Ansprüche ungültig weswegen ihr unserem Test keineswegs unüberlegt nacheifern solltet.


Impressionen
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Während viele User die Übertaktungsfunktion des Catalyst-Control-Centers nutzen, weiß der versierte Anwender natürlich, dass bei den als Maximum angegebenen Taktraten noch längst nicht Schluss sein muss. Auf Grund dieser Tatsache bedienen wir uns diverser weiterer Programme wie RivaTuner und dem ATiTool die uns bei der Findung der maximalen Taktraten behilflich sein sollen. Trotzdem werfen wir interessehalber einen Blick in ATIs CCC um nachzusehen was uns selbiges als Maximum ausgibt.
Während uns hier 855 MHz für den Chip und 1387 MHz für den Speicher ausgegeben werden, wissen wir natürlich, dass zu mindestens der Chiptakt deutlich höher ausfallen könnte als uns das CCC vorhersagt.

Das zweite Programm, ATiTool, nutzen wir zum Aufspüren von Grafikfehlern während des laufenden Tests, so müssen die erreichten Taktraten ständig auf ihre Stabilität hin geprüft werden. Dazu bietet das Tool einen Artefakt-Scan, dieser erzeugt ein Bild welches die Grafikkarte stark belastet und somit Grafikfehler auf dem Bildschirm sichtbar werden lässt. Sobald hier Fehler auftreten liegen keine stabilen Taktraten vor und es muss weiter an den Einstellungen gefeilt werden. Verschwinden die Fehler überhaupt nicht ist man in der Regeln schon über das Ziel hinaus geschossen.

Doch nun zu unserer Radeon HD 3870, bei dieser erreichen wir unproblematisch 900 MHz Chiptakt bevor die ersten Artefakte im Scan auftreten. Immerhin verzeichnen wir damit eine nicht zu vernachlässigende Steigerung um 125 MHz über dem Standardtakt. Enttäuscht waren wir beim Speicher, dieser stellte sich bereits ab 1.200 MHz quer und verweigerte jegliche weitere Erhöhung. Trotzdem führen wir mit den erreichten Taktraten den ersten Benchmark durch, diesen meisterte die Radeon HD 3870 auch ohne Auffälligkeiten.
Jetzt wollen wir allerdings endlich aufs Ganze gehen und geben dem Chip nun etwas mehr Spannung. Von 1,32 Volt auf 1,45 Volt erhöhten wir die Kernspannung und erreichten prompt die 1.000 MHz für den Grafikchip, ein solides Ergebnis wie wir finden. Doch auch beim Speicher muss sich noch etwas bewegen lassen, so erhöhen wir hier die Spannung der Hynix Speicherchips von 1,96 Volt auf 2,16 Volt. Diese Erhöhung brachte eine stabile Erhöhung um immerhin 90 MHz mit sich, so führten wir die letzten Benchmarks unter dem Maximum von 1.000 MHz/1.290 MHz durch.
Der Temperaturanstieg von 2°C unter Last ist verschwindend gering, hier leistet die effizientere Wasserkühlung gute Dienste.


NameRadeon HD 3870Radeon HD 3870 OC
Chiptakt775 MHz1000 MHz
Speichertakt1125 MHz1290 MHz
GFlop/s496 GFLOP/s640 GFLOP/s
Pixelfüllrate12400 MPix/s16000 MPix/s
Texelfüllrate12400 MTex/s16000 MTex/s
Bandbreite72.0 GB/s82.56 GB/s