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Extrem-OC einer Radeon HD 3870

HD3870 - ein altes Eisen?


Fazit

Extrem-OC einer Radeon HD 3870Fassen wir nun im Anschluss noch einmal den gesamten Test zusammen. So sind die durch den Volt-Mod erreichten Taktraten von 1.000 MHz für den Chip und 1.290 MHz für den Speicher wesentlich mehr als uns der Hersteller über das hauseigene Catalyst-Control-Center freigegeben hätte. Mit der Erhöhung der Kernspannung gelang es unserer HD 3870 durchaus in den Bereich der aktuellen Radeon HD 4890 vorzudringen, dort warten aktuell einige OC-Modelle mit eben jenem Takt von 1 GHz auf.
Diese brachiale theoretische Rohleistung sagt allerdings nichts über die tatsächlich hinzugewonnene Leistung aus, so mussten wir feststellen, dass sich die Radeon HD 3870 zwar in unseren synthetischen Benchmarks noch den einen oder anderen Punkt ergattern konnte, doch die Game-Benchmarks konnten davon kaum bis gar nicht profitieren. So wusste lediglich Call of Duty 4 mehr daraus zu machen woraufhin dann die gewonnen Frames auch gleich wieder in den Keller wanderten. Zieht man nun noch den angestiegenen Mehrverbrauch der Leistungsaufnahme hinzu, revidieren sich die Ergebnisse und stehen längst in keinem Verhältnis mehr.
Trotzdem konnte dieser Test einmal mehr nahelegen, dass ein Grafikchip bei seiner Auslieferung meist längst nicht am Limit seiner Möglichkeiten agieren muss, sondern dass der informierte Anwender mit etwas Talent und Erfahrung die Leistung um noch einiges in die Höhe treiben kann. Grundsätzlich erwähnen wir hier allerdings noch einmal den Verlust der Garantie, somit sollte so ein Schritt gerade bei neuen Grafikkarten wohl überlegt sein.


Über die Karte
HerstellerMSI
Preis65 Euro
VeröffentlichungNovember 2007

Falls es noch Fragen, Probleme oder Anmerkungen bezüglich der Karte oder des Artikels gibt, beantworten wir diese natürlich gerne in diesem Thema.


Veröffentlichung: Sonntag, 14. Juni 2009
Autoren: Frank Hempel, Sören Maier & Sebastian Moroz