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Sapphire PURE Hybrid CrossFire 780G

Hybrid CrossFire in der Praxis


Fazit

Sapphire PURE Hybrid CrossFire 780GSapphire präsentiert mit dem PURE Hybrid CrossFire 780G einen Hybriden aus gutem Preis und überzeugender Leistung für den Sockel AM2+ von AMD. Das Micro-ATX Mainboard konnte vorwiegend positiv auffallen. An ein umfangreiches BIOS mit vielen Einstellungs- und Übertaktungsmöglichkeiten wurde gedacht, viele USB-Ports und genügend S-ATA Anschlüsse sind auch vorhanden, um anspruchsvollen HTPC-Anwendern eine solide Anschlussvielfalt zu garantieren. Dazu kommt die recht passable, Hybrid-CrossFire fähige Radeon HD 3200 des 780G Chipsatzes, die gemeinsam mit einer HD 3450 für Gelegenheitsspieler eine interessante Investition darstellen.
Betagte Spiele mit einer Auflösung unterhalb des 720p-HD-TV Standards und heruntergeschalteten Effekten können in Hybrid CrossFire durchaus zur Unterhaltung einladen und anspruchslosere Anwender zufriedenstellen. Bei neueren Titeln, wie Race Driver Grid oder Call of Duty World at War muss sich aber die Hybrid-Lösung geschlagen geben.
Wer nur ein wenig Gebrauch von Unterhaltungssoftware macht und stattdessen sich von Hybrid-CrossFire eine ordentliche Spielebasis erhofft, sollte sich lieber für eine ebenfalls günstige aber kaum teurere Radeon HD 4650 entscheiden. Diese Wahl ist sinniger und komfortabler, da der Anwender konstante Spielbarkeit erhält - wenn auch mit weiterhin geringen Details.

Mit diesem Board wurde nicht nur an Gelegenheitsspieler gedacht, sondern auch die interessierten Spieler plante Sapphire mit ein. So können die neusten 45nm Quad und Dual Core Prozessoren von AMD mit einer leistungsstarken Grafikkarte auf dem PURE Hybrid CrossFire 780G kombiniert werden. Für Übertakter und Modder, die gerne ihre Komponenten an die Grenzen bringen, spendierte der Hersteller eine Debug LED auf der Platine, die bei fehlerhaften Systemstarts Codes ausgeben und mit denen sich die Fehler leichter entschlüsseln lassen. Die Einstellungsmöglichkeiten der CPU-Spannung enttäuschen dagegen wieder engagierter Übertakter.

Weitere kleine angesichts des Preises aber verschmerzbare Designschwächen muss der Kunde in Kauf nehmen: Die integrierte Lüftersteuerung funktioniert leider nur für den CPU-Lüfter, weitere Gehäuselüfter können nicht justiert werden. Auch bei der Verwendung einer Dual-Slot Grafikkarte bleibt nur noch ein PCI-Steckplatz übrig, wobei eine größere Erweiterungskarte die Luftzirkulation der Grafikkarte beeinträchtigen kann. Die Konkurrenz und Boards aus dem eigenen Portfolio beweisen, dass dies besser realisierbar ist. Ebenfalls kann es bei ausladenden CPU-Kühlern und hohen Speichermodulen eng werden, da die RAM-Bänke sehr nah am AM2+-Sockel sitzen.
Weiterer Kritikpunkt ist die Wahl der Kondensatoren von Sapphire. So fällt es negativ auf, dass viele Conductive Polymer Kondensatoren durch normale Elektrolytkondensatoren ersetzt worden sind, um den Herstellungspreis geringfügig zu drücken. Nur in der Nähe der Spannungsversorgung spendierte Sapphire Hartstoffkondensatoren.

Alles in allem kann das Board absolut jeden der über die geringen Mankos hinwegsehen kann und außerdem ein günstiges Board sucht empfohlen werden. Für Sparfüchse, die ein wenig das Spielen für sich entdeckt haben, sollten ebenfalls eine HD 4650 mit einpacken.

Preis-Leistungs Award
Sapphire PURE Hybrid CrossFire 780G



Über das Mainboard
HerstellerSapphire
Preis55 Euro
VeröffentlichungMai 2008

Unser besonderer Dank gilt Tamara Geiger von Sapphire für die Bereitstellung des Testmusters.

Falls es noch Fragen, Probleme oder Anmerkungen bezüglich des Mainboards oder des Artikels gibt, beantworten wir diese natürlich gerne in diesem Thema.


Veröffentlichung: Mittwoch, 2. September 2009
Autoren: Christoph Bode