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Es ist: 25.05.2012, 10:59 Hallo, Gast! (AnmeldenRegistrieren)
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Dem Nachfolger des BIOS auf der Spur
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AViVo Offline
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Beitrag #1
Dem Nachfolger des BIOS auf der Spur
[Bild: uefi_logo_thumb2.png]

Das schon seit langem angestaubte BIOS arbeitet seit über 26 Jahren als zentrale Schnittstelle zwischen Hardwarefirmware und Betriebssystem in PCs, Servern und Notebooks. Durch das hohe Alter im kurzlebigen Hardware- und Softwaresegment müssen die Hardwarehersteller viel experimentieren und fummeln um Stabilität und den vollen Funktionsumfang zu garantieren - dadurch werden Kritikerstimmen immer lauter. Durch Entwicklungen wie EFI (Extensible Firmware Interface) sowie dessen Nachfolger Unified EFI grenzen sich bereits einige Hersteller erfolgreich vom konservativen BIOS ab, so konnte Apple durch die Hilfe von Intel nachziehen und das EFI verwenden. Genauso finden sich auch auf aktuellen Intel-Plattformen einige Platinen mit der BIOS-Ablösung. Doch wie sieht das Ganze bei AMD aus?

AMD unterstütze ebenfalls die Gehversuchte von EFI, damit die Komptabilität zu den eigenen Opterons und Athlon 64-Prozessoren auch zukünftig gesichert ist. Allerdings sind AMDs hardwareseitige Vorgaben für die Mainboardhersteller sehr ernüchternd und so fehlt das Engagement, um auf UEFI umzusatteln. Dadurch hat sich für den interessierten Käufer nur wenig auf dem Desktop-, Server- und Workstationsmarkt verändert. Es scheint, als wäre der UEFI Zug für AMD bereits abgefahren - doch eine zeitgemäße Alternative tritt hervor.

Eine neue Hoffnung:
Abgesehen von EFI gibt es noch eine Alternative, die sogar quelloffen und unter der GNU General Public License steht. Die Rede ist von coreboot, welches in der Vergangenheit als LinuxBIOS bekannt wurde. Als eines der größten Vorteile sei die sehr geringe Bootzeit genannt, wodurch der Ladebildschirm des Betriebssystems in weniger als eine Sekunde nach Systemstart angezeigt wird. Der freie BIOS-Nachfolger ist zurzeit hauptsächlich auf Cluster-Systemen und diversen Embedded-Lösungen angesiedelt. Zwar laufen bereits einige Server mit Coreboot, doch fehlte bislang eine Verbindung zu den eigentlichen Server- und Desktopplattformen.

Seit Anfang Mai ist der Funke aber nun auch auf die Hardware von AMD übergesprungen und so beginnen die Opterons und Chipsätze der C32- und G34-Sockel langsam aber sicher Coreboot zur Seite zu stehen. Zwar wird Coreboot derzeitig nur von den AMD Opterons der 4100 Serie samt den SR5600-Chipsätzen unterstützt, doch soll in Kürze die AMD Opteron 6100 Serie folgen. Gleiches gilt auch für die AMD 785E/SB8xx-Chipsätze. Sobald AMD diese Hürden meistert, können alle aktuellen Embedded-Plattformen mit Coreboot zusammenarbeiten. Des Weiteren legt AMD selbst Hand an Coreboot und implementiert gerade neue Energiesparfähigkeiten samt den S3-Energiesparmodus für Opterons und anderen Embedded-APUs.

Info am Rande: Der C32 ist der aktuelle Sockel für Single- und Entry-Level Dual CPU Systeme (Opteron 4000 Serie) und G34 ist der Sockel für High-End Dual-CPU und Quad-CPU Systeme (Opteron 6000 Serie).

[Bild: coreboot.png]

Der Hoffnungsschimmer für alle BIOS-Kritiker:
Abschließend versichert AMD, dass alle zukünftigen Embedded-Produkte zu Coreboot kompatibel sein werden und durch den kommenden Startschuss der Llano-APUs auch andere Bereiche erschlossen werden. Schließlich sieht AMD Coreboot als nützliches Bindeglied für zahlreiche Märkte und Anwendungen und will auch zukünftig neue Features integrieren und die eigenen Produkte davon profitieren lassen. Somit liegt auch der Desktopbereich nicht in all zu weiter Ferne.


Quelle: Kevin Tanguay, Senior Product Marketing Manager AMD Embedded Solutions

[Bild: avivo.png]
Nichts, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß. ツ
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.05.2011 15:36 von AViVo.)
22.05.2011 15:07
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Kartoffel200 Offline
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Beitrag #2
RE: Dem Nachfolger des BIOS auf der Spur
Schön geschrieben Smile. Also Coreboot hat Clustervorteile und Beispielsweise in IBMs X Serie wird UEFI eingesetzt. Eine Firmware, weit über 100 MB groß, die z.B. defekten RAM eigenständig abschaltet und mit einer LED markiert. Während das betagte BIOS nichts tut und das OS zwangsweise in einen Blue Screen läuft, oder wie bei Linux hängen bleibt, sofern man defekte RAM Sektoren nicht mit einem Kernel Modul blacklistet. UEFI hat in Desktop Systemen auch Vorteile nämlich Geschwindigkeit oder Bedienbarkeit. Dells neue Gräte haben alle uEFI. Wenn RAM erweitert wird checkt das System komplett ob dieser funktioniert. Dieses uEFI emuliert dazu noch ein BIOS, was mal wieder die dämliche Trägheit des Endkundenmarktes wiederspiegelt. Apples Vorgänger CPUs ( IBM Power 5 und älter ) nutzten OpenFirmware was auch schneller oder Leistungsfähiger ist als das BIOS. Vergleicht man IBMs Power7, Apples UEFI Plattformen und ARM Geräte kommt einem ein BIOS PC wie Steinzeittechnik vor.

Ich bin ATiist, ich glaube nicht, ich weiß, dass ATi besser ist
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.05.2011 16:57 von Kartoffel200.)
22.05.2011 16:56
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AViVo Offline
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Beitrag #3
RE: Dem Nachfolger des BIOS auf der Spur
Ich kann ja gerne mal eine Gegenüberstellung der einzelnen Vor- und Nachteile von UEFI vs Coreboot vs BIOS in den Eröffnugnspost eintragen.

[Bild: avivo.png]
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22.05.2011 22:57
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harman Offline
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Beitrag #4
RE: Dem Nachfolger des BIOS auf der Spur
UEFI) ein BIOS-Nachfolger entwickelt. Ein ROM, auf dem ein BIOS gespeichert ist. Im Wesentlichen führt das BIOS, bevor das Betriebssystem gestartet wird, die .
28.12.2011 09:30
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u22 Offline
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Beitrag #5
RE: Dem Nachfolger des BIOS auf der Spur
Was soll uns das jetzt sagen?

[Bild: u22.png]
28.12.2011 09:34
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Kartoffel200 Offline
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Beitrag #6
RE: Dem Nachfolger des BIOS auf der Spur
Zitat:Was soll uns das jetzt sagen?
Das Satzbau und Inhaltsvermittlung nicht jedermanns Sache sind Big Grin Big Grin

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28.12.2011 17:10
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