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AMD überwindet Durststrecke und verbucht Gewinn

AMDNach zwölf verlustreichen und harten Geschäftsquartalen konnte Advanced Micro Devices endlich die Gewinnschwelle passieren. Dabei sollte man jedoch beachten, dass es an Intel lag, kein weiteres und somit dreizehntes Negativquartal zu beenden. Die Durststrecke wurde schwerwiegend durch die 1,25 Milliarden-schwere Finanzspritze von Intel beendet.


Aber auch die eigenen Technologie-Standbeine trugen zum Erfolg bei und die Firma zeigte deutlich, dass sich ein finanzieller Aufwärtstrend wiederspiegelte. Angefangen bei Computing Solutions, was von der Prozessor- und Chipsatzsparte gebildet wird bis hin zu Graphics, was selbsterklärend die Grafikabteilung symbolisiert. Die Computing- und Solutions-Abteilung ist das Schwergewicht bei AMD und konnte mit 1,214 Milliarden Dollar den Umsatz des Vorquartals um 14 Prozent steigern währenddessen die Differenz zum letzten Quartal 2008 mit 39 Prozent deutlich höher ausfällt. Dadurch ergibt sich ein Jahresumsatz von 4.131 Milliarden Dollar, was neun Prozent unter 2008-Niveau ist. Weiter ausbauen konnte die Chipsatz- und CPU-Sparte den Gewinn, der im Vorquartal mit 76 Millionen auf 158 Millionen Dollar gehoben werden konnte. Daneben erzielte die Grafiksparte einem Umsatz von 467 Millionen Dollar, der im Vorquartal noch bei 306 Millionen Dollar lag und somit um 161 Millionen US-Dollar und respektive um 40 Prozent erhöht wurde. Zum Vorjahr sehen wir eine ordentliche Steigerung von 58 Prozent. Genauso positiv konnte sich der Gewinn der Grafikriege entwickeln, der noch im dritten Quartal bei acht Millionen Dollar krebste und nun auf 53 Millionen kletterte.

Das vierte Quartal des Jahres 2009 erwirtschaftet einen Umsatz von 1,646 Milliarden US-Dollar und das entspricht genau einem Wachstum von 42 Prozent im Verhältnis zum Vorjahresquartal. Das Unternehmen konnte das dritte Quartal dann aber doch nicht so beachtlich überflügeln, jedoch reichte die Leistung für satte 18 Prozent aus. Auf der anderen Seite konnte durch das Kapital von Intel ein Gewinn von 1,178 Milliarden Dollar für das letzte Quartal verbucht werden, was allerdings in der Abschlussbilanz des Jahres 2009 aber wegen den vorherigen Verlustquartalen deutlich geschmälert wird. Von dem vierstelligen Milliarden Gewinn zeichnet sich am Ende des Jahres lediglich ein Gewinn von 304 Millionen Dollar nieder.

An dieser Stelle lagen die mittlerweile ausgelagerten Fertigungsstätten so schwer auf die Bilanz aber auch die Mitarbeiter verursachen Kosten, die die Abschlussbilanz mindert. Wer an ausführliche Bilanzen interessiert ist, wird direkt bei AMD fündig.

Für das neue Geschäftsjahr sehen wir gute Chancen, wobei jetzt kein konkurrierender Prozessorriese so schnell mit einer Finanzspritze nachhelfen kann. Hier muss AMD für eine bessere Verfügbarkeit im Grafikbereich sorgen, was von dem unmittelbaren Unternehmen TSMC angeblich gewährleistet werden soll. Genauso wäre eine aggressivere und offensivere Werbekampagne sicherlich hilfreich.

Wir werden sehen, wie sich AMD weiter schlägt.


Datum: 22. Januar 2010, 17:58 Uhr
Autor: Christoph Bode
Quelle: Pressemitteilung


Kommentare


Avatar von Lunerio Lunerio
22. Januar 2010, 19:01 Uhr
Kongurrenten die sich gegenseitig helfen lassen. Würde noch fehlen wenns heissen würde: Intel und AMD machen ab so und so Gemeinsames. xD
Avatar von AViVo AViVo
22. Januar 2010, 19:54 Uhr
War auch nur eine Anspielung darauf, dass AMD sich auf so eine Zahlung von Intel nicht zurück lehnen kann ;)
Avatar von wiesel201 wiesel201
22. Januar 2010, 20:56 Uhr
Na ja, nun verkloppen sie noch ihre GF-Anteile, und dann stimmen die Zahlen auch wieder...
Avatar von Secondfly Secondfly
23. Januar 2010, 10:38 Uhr
Schön das hier die Überschrift passt, auf vielen großen Seiten wurde jene so unglücklich gewählt, dass Intel als Retter von AMD auf den Plan gerufen wird! ;)
Avatar von AViVo AViVo
23. Januar 2010, 12:03 Uhr
Absolut. Wenn man betrachtet, dass AMD nur wegen Intel in so eine missliche Lage geraten ist, dann liegts an Intel, dass die letzten Quartale so mies ausgefallen sind. Ein freier Markt sieht nämlich anders aus.

Die 1,25 Milliarden sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, was Intel angerichtet hat.

Wenn AMD die Anteile an Globalfoundries abgibt, können alle schreiben: AMD bleibt durch den Abtritt von GlobalFoundries vorerst in schwarzen Zahlen....
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