Dirk Meyer geht - AMD schickt den Firmenchef aufs Abstellgleis
Nach einer Amtszeit von knappen und wahrlich turbulenten zwei Jahren verlässt AMDs Geschäftsführer Dirk Meyer unerwartet die Chefetage. Diese wird durch den Finanzchef Thomas Seifert neubesetzt.
Angesichts dessen, dass Dirk Meyer die letzte große Durstperiode von AMD überwinden konnte, zeigt eine eher unerwartete Wende in der Unternehmensleitung. Er sorgte für den guten Start der Phenom II-Serie, die Radeons ab der HD 3800-Klasse und jüngst das Debut der AMD Fusion-APUs. Allerdings kritisieren die Aktionäre sein angebliches „Verschlafen“ der Tablet- und Netbook-Ära aber auch in finanziellen Angelegenheiten soll er als Krisenmanager weniger geeignet sein. Abhilfe schaffte nun der Aufsichtsratsvorsitzende Bruce Claflin, der ein Komitee zur Findung eines neuen, geeigneten CEOs beauftragte. Dieses Komitee betrachtet den Finanzchef Thomas Seifert als ideale Führungsperson, um so das Unternehmen aus finanzieller Sicht zu stärken und die Interessen der Investoren zu vertreten.

Der 47-Jährige BWLer Seifert gehört zwar erst seit Anno 2009 zu AMD, doch soll er durch die zwanzigjährige Berufserfahrung bei verschiedenen Unternehmen wie Infineon und Qimonda bestens für das obere Unternehmensmanagement geeignet sein. Zumindest können Schwarzseher aufatmen, denn Seifert ist nur für kurze Zeit als CEO eingeplant und wird in der nahen Zukunft ersetzt. Dennoch bleibt er weiterhin uneingeschränkter Finanzchef und das auch als Geschäftsführer. Es wird sich zeigen, ob der Vorstand und der Aufsichtsrat auf das richtige Pferd gesetzt haben.
Für die zukünftige Laufbahn wünschen wir Dirk Meyer alles Gute.
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11. Januar 2011, 21:24 Uhr