AMD: TSMC behebt Fertigungsprobleme
Seit sich AMDs Radeon HD 4770 nun auf dem Markt befindet, ist das Interesse am 40-Nanometer Mainstream-König sehr hoch. Umso schlechter lassen sich die Meldungen um die Probleme bei der Chipherstellung des Auftragsfertigers TSMC.
Teilweise erschreckend waren die Nachrichten, so sollen nur etwa 20 Prozent aller Chips pro Wafer funktionstüchtig sein, demnach landen also 80 Prozent in der Mülltonne. Profitabel ist dies mit Sicherheit nicht, auch AMD selbst bekundete kürzlich seine Unzufriedenheit über den Verlauf. Am schwersten wiegen jedoch Nachrichten über die bisher ausgelieferten Chips, diese sollen etwa 40.000 Karten entsprechen. Viel zu wenig um die weltweite Nachfrage auch nur annähernd Abdecken zu können. Die verrückteste Meldung machte jedoch erst mit dem Erscheinen der Radeon HD 4730 die Runde, laut diverser Quellen wurde diese als Nachfolger der HD 4770 gehandelt und somit die Einstellung der Herstellung selbiger beschworen. Letztere Meldung dementierte AMD jedoch umgehend, so werde die Radeon HD 4770 weiterproduziert.
Erfreulicher dagegen klingen die aktuellen Meldungen, so soll TSMC in den nächsten Tagen auf eine neue Version des Fertigungsverfahrens wechseln. Diese soll endgültig das Problem der Chip-Ausbeute beheben und den Verkauf der HD 4770 deutlich vorantreiben. Die ersten Chips sollen anscheinend noch diesen Monat den Handel erreichen, was dies dann tatsächlich für den aktuellen Preisleistungssieger bedeutet muss abgewartet werden. Eines ist jedoch in Hinblick auf AMDs ersten DX11-Chip sicher: Bekommt man die Probleme tatsächlich so schnell wie behauptet in den Griff, dürfte der nächsten Radeon HD-Serie sehr wenig im Wege stehen und die Verfügbarkeit zum Release gewährleistet sein.

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04. Juni 2009, 15:10 Uhr