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Nvidia vs AMD: Wenn zwei sich streiten freut sich der Spieler

AMDAm 11. März konzentrierten sich die Hardwarehersteller und Softwareentwickler auf der Game Developers Conference (GDC) auf Spieler/Gamer. Genau dort setzte AMD auf eine neue Marketingstrategie, die sich an die Vorarbeit von Nvidia heran hangelt. Aber wenn zwei sich streiten freut sich bekanntlich der Dritte - demnach, was erhält dann der Spieler an dieser Stelle?


Absolut jeder Spieler wurde mittlerweile mit dem "The way it's meant to be played"-Logo von Nvidia konfrontiert und exakt hinter dem Logo versteckt sich ein Marketingstreich, der die Entwickler der PC-Games näher mit den Experten von Nvidia zusammenarbeiten lässt. Davon erhofft sich besonders Nvidia ein regelrechtes pushen der hauseigenen Technologien, wie PhysX, CUDA und 3DVisionSurround. Jedoch nehmen die Entwickler gerne diese Features in Kauf, solange sich der Mehraufwand auch sehen lässt, beziehungsweise der Entwicklungsaufwand finanziell von Nvidia gestützt wird. Dadurch sichern die beiden Parteien eine komplette Kompatibilität in Form von Software und Hardware, wodurch der Spieler von frühzeitigen Optimierungen und neuen Features sehr stark profitiert.

Nun versucht AMD in ähnlicher Manier sich mit den Entwicklern auf Tuchfühlung zu begeben und stellt die Interessen der Spieler in den Mittelpunkt, glaubt man zumindest dem "Gamer Manifesto" von AMD. Allerdings klingt dieser Schritt recht plausibel, denn AMD hat derzeit nichts Hauseigenes um etwas gegen Nvidias CUDA und PhysX in die Schlacht zu schicken.

Und das sind AMDs gesteckte Ziele:

  • Wir werden uns mit der Gaming-Community beraten, um damit beizusteuern, dass sich unsere Innovationen mit den Interessen und Bedürfnissen der Spieler decken.
  • Immer wenn es möglich ist, versuchen wir schnell unsere Innovationen den Industriestandards anzupassen.
  • Wir werden den Spieleentwicklern technische und geschäftliche Unterstützung anbieten, damit wir dabei helfen können, dass das Spiel ein Erfolg wird.
  • Alle Spieler, sei es mit oder ohne AMD-Hardware werden gleichermaßen die bestmögliche Spieleerfahrung erhalten.

gamers_manifesto


An dieser Stelle möchte AMD sich von proprietärer Software distanzieren und komplett mit Open Source und Einheitsschnittstellen für die Materialschlacht mit Nvidia rüsten. Ob der notorische Zweitplatzierte einen ähnlichen Erfolg verbuchen wird wie Nvidia bleibt abzuwarten, jedoch ist schon jetzt offensichtlich, dass von dieser Methode beide Grafikkartenentwickler gleichermaßen profitieren, denn beide können mit OpenGL und DirectX arbeiten - anders als bei PhysX und CUDA - und das freut besonders den Spieler.


Datum: 19. März 2010, 21:39 Uhr
Autor: Christoph Bode
Quelle: Eigene


Kommentare


Avatar von Kartoffel200 Kartoffel200
21. März 2010, 05:11 Uhr
Offene Standards sind erfolgreich. Das World Wide Web ist das beste Beispiel dafür.
BIND, Apache, Linux, HTTP, PHP, MySQL, PostgreSQL, Linux, BSD, Mach (Mac OS,), Firefox usw.
Erst wenn alle Leute die Möglichkeit haben Software, die nicht ihre gewünschten Funktionen hat, zu erweitern und somit der Gemeinschaft der Nutzer so einen kleinen Dienst erweisen können, der eigentlich auch eigenützig ist, dass bringt wahren Fortschritt.

Nvidias PhysXpläne sind einfach bescheuert. Ein Marktanteil von unter 25% und man versucht PhysX zu etablieren. Jeder nur halbwegs denkende Spielehersteller, wird dann bei ATI keine Phsysik zu Verfügung stellen oder bei ATI Karten auf eine alternative Phsysikengine zurückgreifen, was total kostspielig wäre.
Während ATi mit OpenCL und freien Engines, kostengünstige Physik für alle bietet die OpenCL unterstützen. Damit ist knapp 50% des Marktes abgedeckt und 100% des Spielermarktes, da Intel dabei ausscheidet.
Avatar von Schattenphoenix Schattenphoenix
21. März 2010, 06:10 Uhr
Linux, ..., Linux, ... und Linux *g*

Zum Thema PhysX sag ich nur Havoc, viel sinnvoller... nich an eine Graka gebunden...
Avatar von Maximus1 Maximus1
21. März 2010, 14:19 Uhr
Kartoffel200 schrieb:  Ein Marktanteil von unter 25% und man versucht PhysX zu etablieren....

Während ATi mit OpenCL und freien Engines, kostengünstige Physik für alle bietet die OpenCL unterstützen. Damit ist knapp 50% des Marktes abgedeckt und 100% des Spielermarktes, da Intel dabei ausscheidet.
damit physik für nahezu jeden, unabhängig von der graka einen mehrwert bieten kann, muss sie auf dem prozessor oder auf einer dedizierten physik cpu laufen. physix ist ja eigentlich ganz nett, ABER wenn es an einen grafikkartenhersteller gebunden ist, ist es wertlos.
opencl ist ein weg in die richtige richtung, aber auch hier gibt es noch viele stolpersteine. erst wenn opencl einen status wie directX hat und nicht die grafikleistung des beschleunigers beschneidet, kann man vielleicht von chancengleichheit bei physikberechnung sprechen. erst dann wird wohl der weg frei sein für realistische berechnungen.
Avatar von Schattenphoenix Schattenphoenix
21. März 2010, 15:40 Uhr
Aber wenigstens ist OpenCL ein offener Standard, was definitiv der richtige Weg ist, da es nichts patentiertes oder so ist... jeder kann drauf zugreifen und OpenCL-fähig werden wohl sowohl Nvidia als auch ATi Karten künftig sein.
Da es rel. neu ist, ist es wohl relativ klar, dass es sich erst durchsetzen muss, aber ich denke, die Chancen sind nicht zu schlecht, da es doch einige treue ATi Anhänger gibt, die es somit automatisch unterstützen.

Ich seh da ne etwas blumigere Zukunft als mit dem PhysX
Avatar von AViVo AViVo
21. März 2010, 15:57 Uhr
PhysX wird aber auch von den Konsolenspielen kräftig unterstützt, was vor allem durch einige Unreal-Engine Spiele gepusht wird - und durch die Portierung auf den PC, gibt es dann PhysX.

PhysX auf dem PC wird dann von der Nvidia-GPU oder der CPU berechnet, wobei letzteres erst mit einem Quad-Core gut von dem heimischen Computer verdaut werden kann. Weil der Großteil der Spieler aber noch auf Dual Core oder langsameren Quads vertraut, haben besonders ATI-Nutzer mit älteren Rechnern einen immensen Nachteil.

Mal sehen, wenn Havoc mit OpenCL in die Spiele kommt, hätten theoretisch Nvidia und ATI-Nutzer einen Vorteil - schließlich supporten beide die offene Computing Language. Darum, nieder mit dem proprietären PhysX ;)
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