AMD: Gewinnschwelle rückt näher
Die Bilanzen und Zahlen für das dritte Quartal des kalifornischen Prozessorherstellers wurden mit dem verstreichen des vergangenen Donnerstags publik gemacht. Dabei konnte AMD die Investoren und Analysten positiv überraschen und die schlechteren Prognosen von sich lenken. Die Zahlen weisen einen immensen Anstieg des Umsatzes im Vergleich zum Vorquartal, auch wenn AMD immer noch nicht aus den Miesen gekommen ist.
So betrug der von AMD erwirtschaftete Umsatz für das verstrichene Quartal nun 1,396 Milliarden US-Dollar, während im zweiten Quartal lediglich 1,184 Milliarden US-Dollar am Ende der Bilanz standen. Damit fiel das dritte Quartal um 18 Prozent umsatzstärker aus als das Vorherige. Für die Führungsriege und den Investoren von AMD waren diese Zahlen recht erfreuliche Neuigkeiten, vor allem weil die Analysten einem maximalen Umsatz von 1,26 Milliarden US-Dollar prognostizierten. Jedoch war der Umsatz des Vorjahrquartals mit 1,797 Milliarden US-Dollar gute 22 Prozent voluminöser als das kürzlich Abgeschlossene. Die Zeit zum Feiern ist bei AMD immer noch nicht angebrochen - dies fällt einem beim Blick auf die Gewinn/Verluststatistik auf. Denn der grüne Prozessorhersteller befindet sich bis Dato im roten Bereich und das im drei-stelligen Millionenbereich. Erfreulich daran ist jedoch, dass AMD sich mit 128 Millionen US-Dollar im Minus langsam in die Richtung des Breakeven-Points bewegt und die Zeit der Verluste langsam beendet.
Verantwortlich für die besseren Umsatzzahlen sind die sehr wichtigen Sparten "Computing Solutions" (CPUs und Chipsätze) sowie "Graphics", die jeweils 1.069 und 306 Millionen US-Dollar verbuchen konnten. Einen Gewinn von 76 Millionen US-Dollar war das Resultat dieser beiden Standbeine, nur schlugen die Kosten der mittlerweile ausgelagerten Fabrikanlagen sowie der Beschäftigten negativ auf die Bilanz und brachten der Summe ein negatives Vorzeichen.
Das vierte und somit letzte Quartal für dieses Jahr wird aber auch bald beendet sein und AMD bleibt für die kommenden Zahlen äußerst optimistisch und möchte nach zwölf verlustreichen Quartalen die Gewinnschwelle überschreiten. Mit dem 13. Quartal möchte AMD also das Blatt der Finanzen wenden -13, nicht gerade eine Glückszahl.

Kommentare
Und die neuen Grafikkarten dürften ruhig auch leicht teurer sein. Stückzahl ist sowieso hart begrenzt und viele Enthusiasten würden sich trotzdem die Karte besorgen. So lange Nvidia nicht mitspielen kann... <.<
Edit: Ah lol der Prozessor liegt jetzt ja gerade bei 130-140Euro (135)... War doch kurzzeitig noch knapp 110?
Satan und Mediummärkte sind eher kleine Schlaglöcher, wobei das global betrachtet werden muss. Es gibt viele Händler, die wegen Knebelverträgen auf AMD verzichten mussten - Korea, Japan, USA, Australien.... da ist Deutschland von der Kaufkraft deutlich winziger.
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22. Oktober 2009, 22:51 Uhr