Radeon3D.org Radeon3D » Neuigkeiten » AMD » AMD mit Verlusten

AMD mit Verlusten

AMDVor wenigen Tagen ging das dritte Geschäftsquartal 2010 zu Ende und AMD hat die neusten Zahlen präsentiert. Auch wenn man mit einem Umsatz von 1,618 Mrd. US-Dollar die Umsatzwarnung von 1,61 Mrd. leicht übertreffen konnte, sind die Zahlen kein Grund zum Jubeln.


Zwar liegt der Umsatz im Durchschnitt über den letzten Quartalen und auch das Vorjahresquartal (1,396 Mrd.) konnte deutlich übertroffen werden, doch reichte diese Summe nicht um schwarze Zahlen zu schreiben und so schreibt AMD unterm Strich einen Verlust von 118 Mio. US-Dollar nach einem Gewinn von 257 Mio. im 1. Quartal und einem leichten Verlust von 43 Mio. im 2. Quartal diesen Jahres.

Als Ursache können hier die geringen Preise bei Grafikkarten aber auch bei den Prozessoren angenommen werden. Zusätzlich zu den fallenden Preisen sei zudem der Verkauf von Grafikkarten um 11 % eingebrochen und so war wieder einmal die Prozessorsparte das profitabelste Geschäft mit einem Bärenanteil von 1,226 Mrd. US-Dollar (75%) am Umsatz und einem Gewinn von 164 Mio. US-Dollar. An zweiter Stelle folgt die Grafikabteilung (ehemals ATI) mit 390 Mio. US-Dollar Umsatz und gerade einmal 1 Mio. US-Dollar Gewinn. Das sind knapp 50 Mio. weniger als noch im 2. Quartal und knapp 200 Mio. weniger als in den erfolgreichsten Jahren ATIs - damals noch als eigenständige Firma.

Begraben liegen die Verluste in "weiteren Kosten" zu denen 186 Mio. US-Dollar für die ehemaligen AMD-Werke, jetzt Globalfoundries zählen.
Ohne diese zusätzlichen Belastungen hätte AMD jedoch einen guten Gewinn eingefahren und so stieg der Aktienkurs nach Handelsschluss um knapp 6 Prozent an. Für das laufende 4. Quartal erwartet AMD jedoch keine größeren Änderungen, obwohl dies das traditionell stärkste ist. Die weiterhin flaue Consumernachfrage wird hier als Grund angegeben.


Datum: 16. Oktober 2010, 12:34 Uhr
Autor: Sören Maier
Quelle: ComputerBase


Kommentare


Avatar von Yaa Yaa
16. Oktober 2010, 12:44 Uhr
Hmm, mickrige Zahlen insgesamt: Intel kann 11Mrd. Umsatz und 3 Mrd. Gewinn (fast das doppelte von AMDs Umsatz) vorweisen. nVidia immerhin 800 Mio. Umsatz und 141 Mio. Verlust (abgesehen vom Verlust der doppelt Umsatz "ATIs").
Avatar von AViVo AViVo
16. Oktober 2010, 12:54 Uhr
Tja, da kann AMD noch die schnellsten Grafikkarten anbieten, es hilft aber alles nichts, wenn keiner bereit ist die Teile zu kaufen. Und das zeugt von einer mikrigen Marketing-Abteilung. Die Werbung sollte den Bedarf nach einer ATI-Karte eben wecken.. so machte es Nvidia auch schon mit der 6800, weil die ja damals SM 3.0 packte während ATI noch bei 2.x dümpelte und da störte niemanden der hohe Stromverbrauch oder die Lautstärke.

Mir scheints so, als hätte Nvidia immer in den "richtigen" Momenten ein Problem, nämlich dann, wenn AMD bzw. ATI schläft.
Avatar von Yaa Yaa
16. Oktober 2010, 12:58 Uhr
Ich hab zwar nur ältere Daten gefunden, aber gerade im professionellen Markt steht AMD bzw. ATI eben total beschissen da. Bei Notebooks und Gamern ist das Verhältnis nicht so krass, aber im professionellen Markt ist es böse. Ich suche eben nochmal die Quelle.

Edit:
http://www.xbitlabs.com/images/news/2009...aphics.png
bzw: http://www.xbitlabs.com/news/other/displ...lysts.html

Zwar Daten fürs Q2.2009, aber viel geändert wird sich nicht haben: 15 zu 200 Mio. US-Dollar, kein Wunder, dass nVidia stark auf diesen Markt schielt bei ihren Entwicklungen.
Zum Kommentarthread im Forum »

Kommentar verfassen

Um einen Kommentar zu verfassen, musst du dich erst anmelden. Solltest du noch keinen Account besitzen, so kannst du dich natürlich auch kostenlos registrieren.