Inoffizielle Details zu AMDs Northern Island aufgetaucht
Gerüchte sind der Nährboden für viele Unternehmen um bei der potenziellen Kundschaft stets im Gespräch zubleiben und so wundert es wenig, dass Prozessor- und Grafikchiphersteller AMD bisher kaum Details zur anstehenden Radeon HD6000-Serie bekannt gab. Nun tauchte jedoch eine inoffizielle Erklärung auf, die verrät welche Veränderungen die nächste Grafikkartengeneration mit sich bringt und welche strukturellen Veränderungen vorgenommen wurde.
Selbst um den Codenamen gab es bis zuletzt einige Verwirrung, so sprach die Gerüchteküche entweder von der bevorstehenden Southern Island- oder aber von der Nothern Island-Serie. Damit war das gesäte Chaos perfekt, folgt nun jedoch endlich Aufklärung. Laut o.g. inoffiziellem Papier sollen die ersten Grafikkarten unter dem Codenamen Southern Island erscheinen, diese wird vom Auftragsfertiger TSMC nach wie vor noch 40nm-Strukturbreite gefertigt werden und bekanntlich eine Weiterentwicklung der Evergreen-Serie darstellen. Begründet wird dieser Schritt mit dem Verwerfen der 32nm-Strukturbreite, wechselt TSMC direkt auf 28nm. Dies wird jedoch frühestens 2011 der Fall sein und hier kommt dann auch Northern Island ins Spiel. Jenen Codenamen tragen dann alle im neuen Fertigungsverfahren produzierten Chips.
Um jedoch die älteren Evergreen-Ableger als neue Grafik-Serie an den Kunden bringen zu können, musste AMD auch etwas an der Architektur der Chips verändern, denn wer kauft schon altes Obst zu einem neuen Preis? So wurde der komplette Aufbau der Shader verändert, so arbeitete die bisherige Evergreen-Serie hier mit Vier einfachen und einem komplexen Teil. Dieser komplexe Teil wird in der bevorstehenden Serie nun auf die bisher Vier einfachen Teile des NI-Chips ausgeweitet. Damit verfolgt AMD das Ziel, dass die Southern Island-Architektur bei einfachen Berechnungen nicht langsamer aber bei komplexeren Berechnungen um einiges schneller sein soll als es derzeit bei den Radeon HD5000-Ablegern der Fall ist. Diese Überarbeitung bringt demnach in der Theorie auch eine Verkleinerung der benötigten Fläche mit sich, was jedoch keinen Vorteil bringen dürfte da sich durch die erhöhte Komplexität die Fläche dieser Vorteil beinahe in Luft auflösen. So geht man gar von einer Vergrößerung der Chips um 10 bis 15 Prozent aus, so sieht der Chiphersteller ebenfalls mehr Shadereinheiten vor. Damit dürfte die Performance allerdings überproportional gegenüber der Chipfläche steigen, daher eine durchaus zu vertretende Überarbeitung der Architektur.
AMD selbst rechnet mit der Einführung der neuen Generation gegen Ende Oktober, werden jedoch entgegen sonstiger Gewohnheiten eben nicht die Highendkarten die Ersten auf dem Markt sein. Als erster Ableger soll die Radeon HD6700 das Licht der Welt erblicken, bevor Dieser dann die Radeon HD6800 und HD6900 folge leisten werden. Die Mainstream- und Einsteigermodelle werden gar erst im ersten Quartal 2011 erwartet.
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