ATI Mobility HD 5000 und Radeon HD 5670 bewegen den Grafikmarkt
Vor genau acht Tagen startete im südlichen Nevada, in der Kasinostadt, Las Vegas die Consumer Electronics Show und viele Neuerungen im Bereich Grafik und Unterhaltung wurden veröffentlicht. Neben den vielen 3D-Angeboten gab es auch einen reges Interesse für den mobilen Markt. Genau dort zeigte AMD die Notebook-Pendants der DirectX11-fähigen Radeon HD 5000-Serie. Unterteilt wird diese in sechs weitere Serien.
Zu aller erst wird die Speerspitze der Mobility-Radeons von der Mobility HD 5800 dominiert, die allerdings nur die halbe Kampfkraft zum gleichnamigen Desktoppendant aufweisen soll. Sie kommt mit 1.040 Millionen Transistoren sowie einer maximalen Taktung von 700 MHz und sie deckt sich von den Angaben der regulären HD 5770, dennoch richtet sich diese Karte laut AMD an ambitioniertere Spieler des Notebookmarktes. Gleich darunter forciert AMD die HD 5700- und HD 5600-Serien, die die Herzen von Multimedia-Anwendern und Spielern höher schlagen lassen sollen. Allerdings kommt hier ein Rechenkern mit geringeren 626 Millionen Transtoren zum Einsatz, der außerdem maximal mit 650 MHz arbeitet.

Die weiteren und somit letzten drei Ableger sind direkte Kandidaten für Einstiegsprodukte und hören auf die Namen HD 5470, 5450 und 5430. Sie sind gezielt für "Thin and light"-Produkte gedacht (dünn und leicht). Alle Modelle sollen entweder mit GDDR3- oder auch schnelleren GDDR5-Speicher ausgestattet sein und treffen bei der HD 5800, HD 5700 und HD 5600 auf ein 128-Bit breites Speicherinterface. Bei den Karten der HD 5400-Serie findet sich lediglich ein reduziertes Interface mit 64-Bit Breite. Eine kleine Mogelpackung versteckt AMD in der Mobility-Abteilung der HD 5000 Serie doch und so ist zu allererst der Name zu den Desktoppendants irreführend, denn die versprochene Leistung einer genannten Mobility HD 5870 überflügelt eine angestaubte desktop HD 4870 um 20 Prozent. Weiterer Manko ist das unbeliebte Umbenennen älterer Produkte in eine höhere Klasse und gleich direkt sollen die HD 5145 Mobility auf der Radeon HD 4300/4500 und die HD 5165 auf der HD 4600 Serie basieren, die trotz des neuen Namens keine neuen Features bieten.
Als weiterer Blickfang der Grafik- und Prozessorschmiede war das gestrige Erscheinen der Mittelfeld-Karte der HD 5000 Serie für den heimischen Computer. Die Rede ist von der Radeon HD 5670, die nun das Mainstreamsortiment von AMD nach unten hin abrundet. Der Antrieb der Karte wird von dem RV830-Kern definiert, der mit 627 Millionen Transistoren erstaunlich nahe an die mobilen HD 5700er/5600er tritt. Des weiteren stehen dem Rechenkern 20 Textureinheiten und acht ROPs zur Verfügung. Laut einigen unabhängigen Tests liegt die Leistung der Karte genau zwischen der HD 4770 und der ersetzen HD 4670 und drückt dabei den Stromverbrauch noch einmal deutlich. So sollen maximal fast 60 Watt aus der Leitung gezogen werden und auf dem ruhigeren 2D-Desktop sind es keine 15 Watt.

Damit bietet AMD abschießend ein gesundes Line-up für den Mobilen Markt, auch wenn wir uns eine größere Leistungssteigerung gewünscht hätten und die taufrische HD 5670 wird dank des geringen Kaufpreises bei erwarteten 80 Euro ebenfalls seine Käufer finden. Jetzt fehlen nur noch die letzten Einstiges- und Lowend Karten für den Desktoprechner.
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16. Januar 2010, 11:50 Uhr