Rückblick: Mod-Treiber heute und früher
Mit der Einführung des Catalyst-Treibers vor knapp 8 Jahren verbesserte sich die vormals sehr durchwachsende Treiberpolitik ATIs drastisch. Neben höherer Performance gab es zudem mehr Einstellungsmöglichkeiten als auch eine verbesserte Stabilität und Kompatibilität zu den gewünschten Anwendungen.
Doch mit Aufkommen der Radeon 9700 und Radeon 9500 etablierten sich gemoddete Treiber, die vor allem durch hohe Leistungsversprechen auf sich aufmerksam machten. Doch in diesem kleinen Rückblick wollen wir festhalten, wie alles anfing und wie es heute um die Mod-Treiber steht.
Welcher Treiber nun der erste gewesen ist lässt sich für uns nicht rekonstruieren, über Hinweise wären wir jedoch dankbar. Zum Start gesellte sich zum wohl bekanntesten Mod-Treiber, dem Omega-Treiber noch der DNA-Treiber wie auch die TechPowerUp-Treiber. Während erstere komplett abgeänderte Pakete bereitstellten handelte es sich beim TPU-Treiber um eine lediglich um die Möglichkeit eines Softmods erweiterte Catalyst-Suite.
Dieser Softmod war die Möglichkeit durch Installation der Treiber-Dateien der Radeon 9700 bzw. Radeon 9800 die Radeon 9500 bzw. Radeon 9800 SE auf die vollen 8 Pixel-Pipelines freizuschalten ohne etwas das BIOS flashen zu müssen. Gleiches war auch noch bei der Radeon X800 möglich, bei späteren Versionen verhinderte ATI dies durch den sogenannten Laser-Cut, eine nachträglich mechanische Veränderung (Trennung von Verbindungen) der GPU.
Doch im Zuge der vielen Radeon 9500 zu Radeon 9700 Mods wurden diese Treiber binnen Stunden berühmt und alle Welt (zumindest die Radeon-Grafikkarten-Besitzer) wollte unbedingt diese sagenhaften Modtreiber ausprobieren, zumal der Catalyst zu dieser Zeit alles andere als zuverlässig lief - versprachen die Modtreiber eine verbesserte Bildqualität, mehr Leistung und Kompatibilität, vermischten sie eigene Tweaks, nette Beigabe wie die ATI-Tray-Tools sowie ein Mischen der Treiberversionen für beste Leistung.
Und tatsächlich konnten sich die Treiber, wie unsere Vorgängerseite Rage3D.de damals als erste Webseite im großen Stil feststellte, meist vom originalen Catalyst absetzen und so die Herzen der Spieler im Sturm erobern. Besonders wichtig war zu dieser Zeit der Benchmark "Durchgängig 100 Fps in Counter-Strike" - so erschienen später sogar dedizierte CS-Treiber.
Mit dem ersten Treibervergleich, der in allen Ländern dieser Welt verfolgt wurde (Russland, Frankreich, Holland, Dänemark, USA, von überall Seitenzugriffe, Erwähnungen bei TheInquirer, Anandtech, ...) kamen auch die ersten Nachahmer auf das Spielfeld: Forsage, NGO, UniAN und weitere inzwischen in Vergessenheit geratene Exemplare.
Ersterer konnte durch seine sehr geringe Größe (in Zeiten von ISDN durchaus noch ein Thema) von knapp 13MB und eine überragende Leistung überzeugen, doch sollte es ihm wie fast jedem Modtreiber ergehen.
Mit der Zeit ging das Interesse an den Modtreibern zurück. Dies hatte im Prinzip drei Gründe: Zum einen wurden die Catalyst-Treiber immer besser und der Vorsprung der Modtreiber schrumpfte, zum zweiten verursachten die Treiber immer häufiger auch Probleme, anstatt sie zu lösen und zum dritten waren Anno 2005 die meisten Grafikkarten von Haus aus potent genug um CS flüssig darstellen zu können. ;-)
"Und heute?" wird sich mancher fragen. Nun, wer es versuchen möchte, findet immer noch Modtreiber: Da wäre zum Beispiel der DNA Treiber in der Version 9.4, der Tweakforce Xtreme-G 9.6 sowie die von MSI mit einem besseren OC-Panel ausgestatteten MSI-Treiber. Doch der Geist der Modtreiber ist verflogen.
War es früher jeden Monat gleich fünf mal spannend wird heute kaum noch dem Release eines neuen Catalyst entgegen gefiebert. Doch ist dies aus meiner Sicht auch gut so. Denn was sollen Treiber? Gut und schnell funktionieren. Und auch wenn der Catalyst mit Nichten perfekt ist, so sind die Probleme verglichen zu früher doch überschaubarer, die Gier nach jedem Fps ist verflogen.
Kommentare
Mit denen wurden Grafikfehler in Vietcong und Call of Duty ausgemerzt und das zur Radeon 8500 Zeit. Aber ab der 9800 und X800-Ära ging es spürbar bergab mit den alternativen Mod-Treibern darum stimme ich der News mit überein. Die beste Zeit haben die alle hinter sich.
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19. Juli 2009, 12:47 Uhr
Was Leistungssteigerung betrifft glaube ich mich erinnern zu können bei der Installation gefragt worden zu sein ob Performance oder Quality Mode.
NGO und DNA Treiber habe ich auch getestet, liefen aber nie vernünftig mit meinen Karten. Gerade mal die Omegas waren sehr schnell was die Integrierung neuer Karten betraf und liefen auch relativ stabil und fehlerfrei.
Schade das es diese heute nicht mehr gibt, waren ne gute Alternative zum Cat.