Gigabyte mit ungewöhnlicher Verkaufspraxis bei der Radeon HD 5670 (Update)
Ein verärgerter Käufer aus Ostasien sorgt derzeit mit seiner gekauften Radeon HD 5670 für jede menge Aufsehen. So deklarierte der bisher als seriös geltende Hersteller Gigabyte seine o.g. Radeon, genaue Bezeichnung GV-R567HM-1GI, mit dem Kürzel 1GB-GDDR5 VRam. Dabei verschwieg man jedoch auf der Verpackung, dass es sich hier tatsächlich nur um physikalische 512MB-VRam handelt und nicht, wie vermerkt um eben ein vollwertiges 1GB-Modell.
Zum Einsatz kommt eine Technologie, ähnlich des bekannten Hyper-Memory von ATI, welche zusätzlich auf weitere 512MB Shared-Memory zurückgreifen kann. Hier greift die Grafikkarte im Bedarfsfall auf den Arbeitsspeicher des Rechners zu, angewandt wird diese Technik bisher jedoch überwiegend bei Grafikchips aus der Mobilsparte oder im unteren Preissegment. Das ärgerliche an diesem Verfahren ist jedoch nicht die Umsetzung der Praxis sondern die Tatsache, eine bereits auf dem Markt erhältliche Grafikkarte, wenn auch mit erweiterter Technologie, als angebliches 1GB-Modell anzupreisen und somit potenzielle Kunden bewusst zu täuschen. Fraglich gestaltet sich damit auch der Preis, sollte sich dieser im Bereich einer Grafikkarte gleichen Typs mit vollwertigem 1GB-VRam bewegen.
Besonders bemerkenswert ist zudem die Tatsache, dass unter den nachträglich aufgeklebten Typenbezeichnung "GV-R567HM-1GI" die tatsächliche Bezeichnung "GV-R567D5-512I" zum Vorschein kommt.


Update 09.09.2010: Wie die Kollegen von Hartware.net berichten, hat Gigabyte nun zum Vorwurf Stellung bezogen und erklärt, dass o.g. Grafikkarte lediglich im Raum Taiwan angeboten wurde und seit Ende August mit der fehlerhaften Beschreibung nicht mehr im Handel erhältlich sei. Zudem hätten taiwanische Kunden die Möglichkeit, ihr Modell der vermeintlichen 1GB-Version an den Hersteller zurückzusenden um so den vollen Kaufpreis erstattet zu bekommen.
Kommentare
Bestes Beispiel ist mein Mainboard...macht nur zicken
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02. September 2010, 11:33 Uhr